WM
Belgischer Fußballverband droht mit Spielberechtigungsstreit im Balogun-Fall
Nach Medienberichten hatte die FIFA die automatische Sperre des Stürmers Folarin Balogun aufgehoben. Daraufhin sandte der Königliche Belgische Fußballverband (KBFV) einen formellen Brief, in dem er eine Kopie der Entscheidung, eine Erklärung des Verfahrens sowie eine Klarstellung der relevanten Regularien forderte.
Die FIFA antwortete mit einem kurzen Schreiben, in dem sie erklärte, dass die Korrespondenz des KBFV einen Einspruch darstelle, ein Richter bestellt worden sei und dem Verband nur wenige Stunden zur Bearbeitung des Einspruchs blieben. Der KBFV argumentierte, dass die Einrichtung eines Einspruchsverfahrens durch die FIFA nach eigenen Regeln unzulässig sei.
Der KBFV wies darauf hin, dass die FIFA trotz der Vorgabe, eine begründete Entscheidung vor der Prüfung der Zulässigkeit eines Einspruchs zu übermitteln, keine weiteren Informationen geliefert habe. Es wurde betont, dass eine solche Begründung fehle.
Laut KBFV änderte die FIFA die Disziplinarregeln der Weltmeisterschaft während des Turniers und entfernte eine Folie, die zuvor eine automatische Sperre für einen Spieler mit Rotkarte vorsah. Diese Folie war vor Turnierbeginn verteilt worden.
Balogun tröstet sich mit García nach Niederlage und Sperre der USA
Bei der Spielkoordinationsbesprechung soll die FIFA angeblich den Abschnitt zu automatischen Sperren weggelassen haben – ein Punkt, der in allen vorherigen Besprechungen zu den ersten vier WM-Spielen enthalten war. Diese Auslassung sei beispiellos, da das Thema bei allen derartigen Besprechungen vor den vorherigen vier Spielen behandelt worden war. Der KBFV hat das Thema sowohl mündlich als auch schriftlich angesprochen, erhielt jedoch keine Antwort auf die Gründe für die Regeländerung. Auch mündliche Nachfragen blieben unbeantwortet. Eine Option, die der KBFV nun prüft, ist ein Einspruch gegen die Spielberechtigung Baloguns für das kommende Spiel gegen die USA. Dabei wird argumentiert, dass die Verfahrensmängel seine Teilnahme infrage stellen. Sowohl Belgien als auch die USMNT äußerten sich frustriert darüber, nicht in die finale Entscheidung der FIFA einbezogen worden zu sein. Der Verband betonte, dass er in den kommenden Stunden, Tagen und Monaten weiter für ethische Grundsätze, fairen Wettbewerb und die übergeordneten Interessen des Fußballs kämpfen werde – unabhängig vom Spielausgang. Er warnte, dass eine belgische Niederlage bei der Mehrheit der Fußballfans außerhalb der USA auf wenig Verständnis stoßen würde.