Bayerns Hoffnungsträger Brown verliert nach teurem Transfer an Form
Nach der WM‑Blamage war der 23‑jährige Linksverteidiger Nathaniel Brown einer der wenigen deutschen Lichtblicke und wechselte für 50 Millionen Euro zum FC Bayern. Nun erlebt der neue Bayern‑Spieler erste Rückschläge, weil seine Leistungen in den ersten Länderspielen enttäuschten und geriet damit ins Visier der Nationaltrainer.
Internationale Schwierigkeiten
Brown absolvierte gegen Griechenland sein zehntes Länderspiel und gehörte damit bereits zu den Routiniers der deutschen Startelf. Nur Jonathan Tah und Joshua Kimmich haben mehr Einsätze, während Karim Adeyemi und Felix Nmecha knapp vor ihm im Ranking liegen. Nationaltrainer Jürgen Klopp setzte ihn erwartungsgemäß in den ersten beiden Spielen in den Niederlanden und gegen Griechenland in die Startelf.
Trotz einiger Vorwärtsaktionen fehlte ihm die Durchschlagskraft. Beim 1:1 gegen die Niederlande bereitete er Karim Adeyemis spektakulär vergebene Großchance, und in der 0:1‑Niederlage gegen Griechenland kam lediglich eine seiner acht Flanken zum Ziel. Defensiv zeigte er Schwächen: Gegen Crysencio Summerville und Konstantinos Karetsas ließ er Räume hinter sich entstehen und verlor im späten Ausgleich gegen die Niederlande das Duell mit Torschütze Cody Gakpo.
Kampf um die Startelf bei Bayern
Auch beim FC Bayern geriet Brown ins Hintertreffen, weil er im Konkurrenzkampf mit Alphonso Davies nicht überzeugen konnte. In dem Supercup‑Finale gegen Borussia Dortmund wurde er überraschend auf der Zehn eingesetzt und erzielte das entscheidende Führungstor. Auf seine eigene Überraschung sagte er: „Vor allem in den ersten Spielen dachte ich schon, dass ich hinten links eingesetzt werde.“
Nach der Positionswechsel kehrte Brown auf seine reguläre linke Verteidigerposition zurück, wo er nun erneut mit dem wiedergenesenen Davies um Spielzeit kämpft. In der Bundesliga‑Einzelrunde gegen die SV Elversberg und im DFB‑Pokal gegen den VfL Osnabrück wurde er nach enttäuschenden Auftritten frühzeitig für Davies ausgewechselt. In der Champions‑League‑Eröffnung gegen FK Bodø/Glimt saß er die gesamte Spielzeit auf der Bank, und erst gegen Union Berlin kam er kurz vor Schluss zum Einsatz, nachdem Davies bereits zwei Vorlagen geliefert hatte.
Ausblick auf kommende Länderspiele
Brown hat sich am Montag aus dem DFB‑Kader verabschiedet, sodass nun David Raum und Maximilian Mittelstädt die Chance erhalten, sich in den anstehenden Spielen gegen Serbien am Donnerstag und Griechenland am Sonntag zu beweisen. Beide haben jahrelang um den Platz links hinten gerungen, bis Brown im Oktober 2025 debütierte und sich im Frühjahr als Stammspieler etablierte. Ob Brown nach diesen Rückschlägen um seinen Stammplatz bangen muss, bleibt offen.