Bayern zwingt Ex‑Spieler zum Cover‑Wechsel – Lell erklärt Grund
Der ehemalige Bayern München‑Verteidiger Christian Lell (42) erklärte, warum er das Cover seiner im September erschienenen Biografie „From Ego to Heart: Drogen, Absturz, Selbsthass – und mein Weg zurück ins Leben“ anpassen musste. In einem Instagram‑Video sagte er, er dürfe kein Bayern‑Trikot mehr tragen, weil der FC Bayern das verlangt habe.
Coverwechsel nach Forderung des FC Bayern
Ursprünglich zeigte das Titelbild Lell im Trikot seines Ex‑Vereins aus München. Der FC Bayern (FCB) bat jedoch, dieses zu entfernen, und ersetzte es durch ein Foto, auf dem Lell ein weißes T‑Shirt trägt. Die Änderung wurde in dem von ihm veröffentlichten Video erläutert.
Einige Wochen nach einem Benefiz‑Hallenturnier im Januar, bei dem Lell für Bayerns Ü40‑Team spielte, erhielt er „einen Anruf vom Büro der Chefstelle“ des FCB. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass er künftig nicht mehr mit dem Bayern‑Trikot gesehen werden wolle.
Lell, der bereits in der Jugend für Bayern spielte, absolvierte zwischen 2003 und 2010 insgesamt 98 Einsätze für die Profimannschaft, unterbrochen von einer Leihe zum 1. FC Köln von 2004 bis 2006. Anschließend spielte er für Hertha BSC von 2010 bis 2012 und für UD Levante im Jahr 2014. Zudem war er früher deutscher U21‑Nationalspieler.
Lell kritisiert Vereinsführung
Der 42‑jährige äußerte in einem weiteren Instagram‑Post eine „Spitze“ an die Bayern‑Bosse und nannte dabei explizit Uli Hoeneß und Karl‑Heinz Rummenigge, die er ausklammerte. Er betonte, dass niemand ihn davon abhalten könne, Bayern München im Herzen zu behalten.
Laut drängte Bayern darauf, das Trikot vom Cover zu entfernen, weil der Verlag die entsprechenden Markenrechte nicht beim Klub von der Säbener Straße angefragt hatte. Der Verein verfolge solche Verletzungen der Markenrechte konsequent.
Lell akzeptiere die Entscheidung und sei bereit, das Bayern‑Trikot offiziell nie wieder zu tragen. Er sehe das Ausgrenzen als verständlich an und betone, dass er seinen persönlichen Weg zurück ins Leben weitergehe.