Bayern‑Star Gnabry verlässt DFB‑Kader vor letztem Nations‑Liga‑Spiel
Im Flutlicht des Olympiastadions steht die deutsche Nationalelf bereit für das vierte und letzte Nations‑League‑Spiel der ersten Länderspielphase, während der neue Bundestrainer – unter der Aufsicht von Jürgen Klopp – keine Kaderkürzungen vornehmen muss. Das von Alexander Hassenstein/GettyImages fängt das gespannte Warten ein.
Letztes Nations‑League‑Spiel ohne Kaderkürzungen
Für das anstehende Duell gegen Serbien und das darauffolgende Spiel in Griechenland war ursprünglich ein Kader von fünfundzwanzig Spielern nominiert. Die Nations‑League‑Regeln erlauben jedoch nur zwanzig Feldspieler und drei Torhüter, sodass zwei Spieler nicht in den Spieltagskader aufgenommen werden konnten. Ein Foto von Alexander Hassenstein/GettyImages dokumentiert die Mannschaft beim Abmarsch zum Flughafen. Ingesamt werden nur dreiundzwanzig DFB‑ nach Thessaloniki reisen.
In der heimischen Niederlage gegen Griechenland (0:1) wurde der BVB‑Verteidiger Nico Schlotterbeck aus der Startelf genommen, um ihm eine Pause zu gönnen. Seine geplante Rückkehr in die Startelf fiel damit aus, weil er sich noch von einer Verletzung erholte.
Debüt und Pausen im bisherigen Verlauf
Im Auftaktspiel in den Niederlanden endete das Duell 1:1, wobei Hoffenheim‑Debütant Bambasé Conté das einzige Tor für Deutschland erzielte. Der junge Angreifer zeigte damit sofort seine Torgefahr im internationalen Wettbewerb.
Neben dem verletzten Schlotterbeck traf auch Elversberger Felix Keidel, ein 23‑jähriger Neuling, von der Auswahl ausgeschlossen. Er darf jedoch am Sonntagabend in Thessaloniki sein A‑Länderspiel‑Debüt absolvieren, sofern er in den Kader berufen wird.
Kapitänsfrage und Gnabry‑Abschied
Serge Gnabry, der in den ersten beiden Spielen eingewechselt wurde, reist nach Bestätigung durch den DFB am Freitagabend vorzeitig ab. Er hatte am Donnerstag in seinem 62. Länderspiel erstmals die Kapitänsbinde getragen, weil Joshua Kimmich nur im ersten Aufgebot stand. Nach einer langen Verletzungspause, die ihn die WM im Sommer kosten ließ, wird seine Belastungssteuerung von Jürgen Klopp besonders beachtet.
Für das Spiel gegen Griechenland wird voraussichtlich Florian Wirtz die Kapitänsbinde tragen, sofern er in der Startelf steht. Sollte er nicht starten, wäre David Raum der Spieler mit den nächst meisten Länderspielen und würde das Amt übernehmen. Der Schritt, Gnabry frühzeitig aus dem Kader zu entlassen, dürfte von Bayern München begrüßt werden, da er die Belastungsplanung des 31‑jährigen Spielers erleichtert.