Bundesliga
Bayern setzt auf Historie, um im Klassiker die Oberhand zu behalten

Der FC Bayern München will am kommenden Samstag im 115. Klassiker gegen Borussia Dortmund seine Spitzenposition in der Bundesliga mit einem Heimsieg untermauern. Der Tabellenführer trifft auf den Tabellenzweiten, ein Duell, das die Saison prägt. Sven Simon berichtet über die Hintergründe.
Aus 114 bisherigen Bundesliga‑Begegnungen geht Bayern mit 56 Siegen, 32 Unentschieden und 26 Niederlagen als klarer Favorit hervor. In den letzten 15 Aufeinandertreffen verlor der Rekordmeister nur einmal (0:2 am 27. Spieltag 2023/24). Zudem hat Bayern Dortmund die meisten Gegentore (231) und die meisten Niederlagen (56) zugefügt.
Heimvorteil in München
Im Allianz‑Arena‑Duell hat Borussia Dortmund nur zehn Siege aus 57 Spielen erzielt, während die Schwarzgelben 36 Mal dort verloren sind. In den letzten zwölf Heimspielen ließ Bayern nur ein Unentschieden gelten, zehn Siege folgten, das Torverhältnis lautet 41:20.
Die Bayern nutzten das Heimstadion zudem zu Beginn der Saison, indem sie in den ersten drei Heimspielen 18 Tore erzielten (5:1 gegen Stuttgart, 7:0 gegen Union Berlin, 6:1 gegen Leipzig) – ein neuer Rekord für die ersten drei Partien. Der Rekord für die ersten vier Heimspiele liegt bei 20 Treffern (Gladbach 1984/85). Aktuell stehen Bayern auf einem 121‑Tore‑Kurs, während sie bereits 25 Tore in der laufenden Saison verzeichnet haben.
Spieltag 8: 33 Tore in sieben Spielen der Frauen-Bundesliga
Schlüsselakteure für Dortmund
Der BVB‑Trainer Niko Kovač, einst Spieler und später Trainer beim FC Bayern, hat in seiner Bilanz gegen den Rekordmeister nur einen Sieg, zwei Unentschieden und zehn Niederlagen. Er gewann 2018 mit Eintracht Frankfurt den DFB‑Pokal. Harry Kane, frischgebackener Ballon‑d’Or‑Gewinner, traf in elf Pflichtspielen zehnmal gegen Dortmund, davon sechs Tore in sieben Partien für Bayern, und erzielte 14 Treffer in neun Spielen gegen den VfB Stuttgart.
Die statistischen Unterschiede verdeutlichen, warum Bayern im Klassiker die Oberhand behalten dürfte: Historische Dominanz, heimischer Torrausch und die begrenzte Erfolgsbilanz der BVB‑Gegner.
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