Transfers
Bayern lässt Flügelstar Barcola fallen – über 140 Millionen Euro
Bayern München suchte im Sommer nach einem neuen Flügelspieler, um die Lücke nach dem Abgang von Luis Díaz zu schließen. Der Klub prüfte die Verpflichtung des französischen Stars Bradley Barcola, doch der Preis von über 140 Millionen Euro lag jenseits des akzeptablen Niveaus für die Münchner.
Französischer Flügelspieler im Visier
Der Sportdirektor Max Eberl bestätigte, dass Bayern München die Verpflichtung von Bradley Barcola noch vor dessen Wechsel zum FC Liverpool geprüft habe. Eberl kennt den Franzosen bereits seit mehreren Jahren und hatte ihn bereits während seiner Zeit bei RB Leipzig im Blick. Die Idee, den Flügelspieler zu verpflichten, entstand bereits im Sommer, als der Klub nach einer Verstärkung suchte.
„Ehrlich gesagt kenne ich Bradley noch aus meiner Zeit in Leipzig. Ich wollte ihn zu RBL holen. Wir haben damals miteinander gesprochen und dadurch einen engeren Kontakt aufgebaut“, sagte Eberl und betonte die langjährige Beziehung zu dem jungen Star. Die Gespräche aus jener Zeit bildeten die Basis für das spätere Interesse des Klubs.
Später wurde das Thema bei Bayern erneut aktuell. „Natürlich haben wir auch über einen Transfer zu Bayern nachgedacht. Aber bei solchen Summen war er für uns schlicht zu teuer“, fügte Eberl hinzu. Der Preis stellte für die Münchner ein untragbares Niveau dar, sodass die Stars‑Option verworfen wurde.
Bayern München haben Nick Pope von Newcastle als erfahrenen Ersatz für die Ära nach Neuer im Visier
Finanzielle Bewertung und Alternative
Statt Barcola entschied sich Bayern, das Geld in Luis Díaz zu investieren. „Auch bei Luis Díaz haben wir eine kostspielige Entscheidung getroffen, aber das war eine völlig andere Größenordnung. Wir sind äußerst zufrieden mit ihm“, betonte Eberl. Die Investition in Díaz lag zwar ebenfalls im Millionen‑Bereich, jedoch in einer für den Klub akzeptablen Größenordnung.
Barcola wechselte Ende August von PSG zum FC Liverpool. Medienberichte nannten ein Gesamtpaket inklusive Boni von bis zu 123 Millionen Pfund, also mehr als 140 Millionen Euro. Reuters bezifferte den Wert des Geschäfts dagegen auf rund 120 Millionen Pfund. Der 23‑jährige Unterzeichner erhielt einen Fünf‑Jahres‑Vertrag beim englischen Klub.
Für PSG absolvierte der Franzose 152 Spiele, erzielte 39 Tore und bereitete 35 weitere Treffer vor. Diese Statistiken unterstreichen seine Erfahrung und das Potenzial, das Bayern im Sommer verlockte, aber letztlich nicht realisieren konnte.
Der Klub wird nun weiter nach einem Flügelspieler suchen, der das Preis‑Niveau der Münchner erfüllt. Preisliche Hürden bleiben ein zentrales Kriterium, während die sportliche Notwendigkeit nach einem geeigneten Ersatz für die Offensive bestehen bleibt.