Basler fordert radikalen Umbau – ein frühes Aus wäre ihm egal
Jürgen Klopp stellt am Donnerstag, dem 24.09.2026, seinen ersten Kader als Bundestrainer des DFB vor. Mario Basler fordert dabei radikalen Umbau, will viele junge Spieler einbeziehen und erklärt, ein frühes Aus wäre ihm egal. Er betont, dass die Auswahl entscheidend für die Zukunft der Nationalmannschaft sei.
Baslers Wunsch nach Jungaufstellung
Basler sieht die kommenden zwei Jahre als Chance, ein komplett neues Team aufzubauen. Wie Basler in seinem Podcast „Basler ballert“ erklärt, würde er bei der ersten Nominierung bewusst viele junge Feldspieler und junge Torhüter mitnehmen, um ihnen früh internationale Erfahrung zu ermöglichen. Der frühere Bayern‑Profiprofi betont, dass junge Spieler früh Verantwortung übernehmen müssen. Als konkretes Beispiel nennt er Leroy Sané, den er im Rahmen eines radikalen Umbaus weglassen würde.
Er ist bereit, sportliche Rückschläge in Kauf zu nehmen, selbst wenn Deutschland bei einem großen Turnier nicht zu den Favoriten gehört oder bereits früher ausscheidet. Für Basler rechtfertige ein solcher grundlegender Umbau jedes mögliche frühe Aus. Er spricht ausdrücklich von einem kompletten Neuaufbau, bei dem etablierte Nationalspieler der letzten Jahre keine Rolle mehr spielen.
Klopp kombiniert Erfahrung und Jugend
Coach Jürgen Klopp wird den Kader am Donnerstag um 10 Uhr präsentieren, nachdem er zahlreiche Bundesligisten besucht und mehrere Spiele beobachtet hat. Die Ankündigung wird zeigen, wie stark der neue DFB‑Coach tatsächlich auf junge Talente setzt. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, welche erfahrenen Spieler erhalten bleiben. Damit soll er ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erfahrung und Jugend erreichen.
Joshua Kimmich bleibt Kapitän der deutschen Nationalmannschaft und soll im zentralen Mittelfeld spielen, seiner Lieblingsposition. Kimmich hat bereits über 100 Länderspiele bestritten, davon 45 im zentralen Mittelfeld. Da er nicht mehr als Rechtsverteidiger eingesetzt wird, benötigt Klopp mindestens einen neuen Rechtsverteidiger. Potenzielle Neuzugänge sind Ridle Baku, Elias Baum, Merlin Röhl und Rafael Pinto Pedrosa.
Neue Nominierungen und finanzielle Folgen
Said El Mala, 20‑jähriger Shootingstar des 1. FC Köln, sieht auf die Nominierung unter Klopp eine tragende Rolle im „neuen“ DFB voraus. Unter dem vorherigen Trainer Julian Nagelsmann war El Mala überraschend beim WM‑Kader außen vor. Die Nominierung verschafft ihm internationale Erfahrung, steigert seinen Marktwert deutlich über die 50 Millionen‑Euro‑Grenze des Vorjahres und löst zusätzliche Prämien aus seinem Vertrag aus.
Durch die Nominierung wird El Mala Werbegesicht von Rewe und soll künftig ähnlich stark vermarktet werden wie Thomas Müller oder Jamal Musiala. Die Nominierung aktiviert zudem Prämien, die in seiner Vertragsverlängerung mit dem 1. FC Köln vereinbart wurden. Der finanzielle Nutzen für den 1. FC Köln dürfte die bisherigen 50 Millionen Euro deutlich übersteigen.
Baslers Forderung nach einem radikalen Neuanfang steht im Kontrast zu Klopps ausgewogener Mischung aus Erfahrung und gezielter Jugendförderung. Das Aufeinandertreffen beider Ansichten wird bestimmen, ob Deutschland ein frühes Ausscheiden akzeptiert oder langfristig neu aufbaut.