Basler attackiert Kimmich scharf und fordert Klopp zum Eingreifen
Die Euphorie um Jürgen Klopp nach seiner Berufung ist nach der 0:1‑Niederlage gegen Griechenland merklich gedämpft, während der frühere Nationalspieler Mario Basler in seinem Podcast „Basler ballert“ lautstark Kritik an Kapitän Joshua Kimmich übt und den Trainer zum Handeln auffordert.
Basler attackiert Kimmich im Podcast
Der 57‑jährige Mario Basler, ehemaliger Nationalspieler, sagte im Podcast: „Ich sage seit Monaten, wenn nicht sogar schon seit Jahren: Kimmich ist kein Weltklasse‑Spieler. Der ist ein normaler Mittelfeldspieler, der aber gefühlt wieder alle Eckbälle, alle Freistöße, alles schießen will und überall rumhüpft.“ Er wiederholt seine Kritik mal nach dem anderen.
Basler forderte Jürgen Klopp auf, künftig einzugreifen: „Ich finde, da muss auch Jürgen Klopp in Zukunft eingreifen, weil der Fußball wird uns so nicht weiterbringen, wenn Kimmich den Ball durchs Mittelfeld dribbelt und das Spiel langsam macht.“ Damit richtet er einen direkten Appell an den DFB‑Kapitän und den Trainer.
Weiterhin bemängelte Basler das Missverhältnis von Aufwand und Ertrag: „Er hat jedes Mal die meisten Ballkontakte, aber weil er auch überall hinrennt. Kimmich rennt irgendwohin und jeder gibt ihm sofort den Ball. Ich weiß nicht, warum. Aber es kam nichts raus gestern bei Kimmich.“ Trotz hoher Laufleistung sah er keinen Nutzen.
Kimmich glänzt laut Sofascore trotz Kritik
Gegen Griechenland erhielt Kimmich laut Bewertungsplattform Sofascore 8,0 von 10 Punkten und war damit der beste deutsche Spieler. Er war an fünf von 16 deutschen Abschlüssen beteiligt, brachte 92 Prozent seiner Pässe an, verzeichnete sieben Balleroberungen und gewann 57 Prozent seiner Zweikämpfe.
Im Spiel gegen die Niederlande lieferte Kimmich den entscheidenden Diagonalball zum Vorlagengeber Philipp Treu, der den deutschen Treffer einleitete. So zeigte er erneut seine Passgenauigkeit und Kreativität.
Bastian Schweinsteiger ergänzte in der ARD: „Ich sehe bei uns insgesamt das Problem, wenn wir von hinten rausspielen müssen. Der einzige, der da kreative Pässe spielen kann, ist Kimmich. Wenn er nicht da ist, wird es schwierig.“ Damit unterstreicht er Kimmichs Bedeutung trotz Baslers Vorwürfen.
Während Basler Kimmich als Ball‑Verursacher und Spielverlangsamenden kritisiert, belegen die Statistiken und die Einschätzung von Schweinsteiger, dass Kimmich nach wie vor zu den besseren deutschen Spielern zählt. Das Spannungsfeld zwischen harten Worten und messbaren Leistungen bleibt bestehen.