Basel beendet Trainer Lichtsteiner nach acht Monaten im Amt Basel
Im St. Jakob‑Park herrscht gespannte Stille, während das Management von FC Basel nach acht Monaten im Amt Basel die Zukunft des Trainers entscheidet. Der 42‑jährige Trainer Stephan Lichtsteiner wird nach sieben Spieltagen, in denen die Rotblauen nur Platz fünf belegen, entlassen.
Im Januar verpflichtete FC Basel den ehemaligen Rechtsverteidiger Stephan Lichtsteiner als Coach. Er löste Ludovic Magnin ab, der nur sechs Monate an der Seitenlinie gestanden hatte. Die Entscheidung folgte auf ein Risiko des sportlichen Rückschritts, das das Management nicht mehr tragen wollte.
Leistung und Tabellenentwicklung
Nach sieben Meisterschaftsspielen in dieser Saison und zuletzt zwei Heimniederlagen sah die Zeit auf der Trainerbank ein Ende. Das Risiko einer negativen Tabellendynamik und eines sportlichen Rückschritts wurde als zu hoch bewertet. Die aktuelle Position nach sieben Spieltagen ist Platz fünf.
Der Verein bezeichnet die Trennung als „sehr schwierigen Entscheid“ und betont, dass seit Wochen die angestrebten Entwicklungen nicht wie erwartet eingetreten seien. Auch Verwaltungsratspräsident David Degen erklärte, das Vertrauen sei mit der Erwartung einer klaren sportlichen Weiterentwicklung verbunden gewesen. Diese Aufwärtstendenz habe man in den letzten Wochen leider nicht gesehen.
Nach eigenen Angaben soll die Entscheidung auch auf eine ungeschickte Kommunikation zurückgehen. Lichtsteiner habe am Mittwochvormittag das Team informiert und die Nachricht habe sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Die Sportkommission wurde darüber irritiert.
Folgen und nächste Schritte
Zusätzlich zu Lichtsteiner verlässt Assistenztrainer Mario Cantaluppi die Rotblauen. Luigi Nocentini übernimmt zunächst auf Interimsbasis, bis ein neuer Cheftrainer gefunden ist. Gespräche über einen Nachfolger laufen, jedoch nicht mit Mario Frick, dessen Interesse aus dem Ausland kommt.
Sportlicher Leiter Valentin Stocker kommentierte am Sonntag, dass die Trainerfrage er derzeit nicht groß kommentieren wolle. Er betonte, dass das Thema im Moment nicht zur Debatte stehe. Diverse Spieler hatten zuvor öffentlich ihre Unterstützung für den Trainer ausgesprochen.
Mit dem Ausscheiden von Lichtsteiner muss der FC Basel seine Position in der Schweizer Super League stabilisieren, um die negative Tabellendynamik zu stoppen. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, damit die Basler wieder Aufwärtstendenz zeigen können.