Europa League
Barcelona dementiert Real-Madrid-Transfergerüchte nach vier Sommer-Neuzugängen
Barcelona haben die Behauptungen zurückgewiesen, sie seien im Transfergeschäft von Real Madrid übervorteilt worden, nachdem der Hauptstadtverein diesen Sommer vier Neuzugänge verpflichtete. Die Strategie des katalanischen Klubs konzentrierte sich darauf, einen Nachfolger für Robert Lewandowski zu finden, wobei sowohl Deco als auch Hansi Flick angeblich den Atlético-Madrid-Stürmer Julián Álvarez favorisieren. Innerhalb des Camp Nou ist man der Meinung, dass Real Madrid Spieler unter Vertrag nahm, die Barcelona zwar evaluiert, aber nie priorisiert hatte.
Real Madrid ging mit großer Dringlichkeit in den Sommer, nachdem zwei titellose Spielzeiten und Florentino Pérez’ Wiederwahlkampagne anstanden. Die Verpflichtungen von Bernardo Silva, Marc Cucurella, Denzel Dumfries und Ibrahima Konaté wurden als Teil eines umfassenden Neuaufbaus unter José Mourinho dargestellt. Barcelona hingegen ging den Transfermarkt anders an und betrachtete mehrere dieser Spieler eher als Luxusoptionen denn als Notwendigkeiten.
Bernardo Silva hatte sich lange einen Wechsel zu Barcelona gewünscht, wurde jedoch darauf hingewiesen, dass er ein reduziertes Gehalt akzeptieren, auf andere Prioritäten warten und eine unsichere Stammrolle in Kauf nehmen müsste. Mit Pedri, Frenkie de Jong und Gavi vor ihm im Mittelfeld sowie Dani Olmo und Fermín López im offensiven Mittelfeld sah Barcelona in ihm eher eine Luxusverpflichtung.
Cucurella bot sich Barcelona nach seinem Wunsch auf einen Wechsel von Chelsea an, doch der Klub bevorzugte João Cancelo für die linke Außenverteidigerposition. Barcelona hielt ihn zwar für einen starken Spieler, aber nicht für ein essenzielles Ziel. Alejandro Balde blieb ihre Priorität auf der linken Abwehrseite, und für einen weiteren teuren Linksverteidiger war kein Platz, es sei denn, die Umstände hätten sich deutlich geändert.
Balde wechselte letztlich zu Real Madrid, nachdem ihn Mourinho kontaktiert hatte, und vollzog den Wechsel innerhalb weniger Tage. Barcelona sah in ihm einen starken Spieler, aber kein unverzichtbares Ziel. Auch Dumfries und Konaté wurden Barcelona angeboten, doch der Klub fühlte sich auf der rechten Abwehrseite mit Jules Koundé, Eric García, Héctor Fort und Xavi Espart gut aufgestellt.
Innerhalb Barcelonas bleibt die Argumentation, dass Real Madrid Spieler unter Vertrag nahm, die man zwar evaluiert, aber nie an die Spitze der Prioritätenliste gesetzt hatte. Der Klub betont, dass die eigentliche Auseinandersetzung um Spieler geht, die beide Seiten wirklich priorisieren, wobei Julián Álvarez nach wie vor ihr Hauptfokus bleibt. Hätte Real Madrid Álvarez vor Barcelona überzeugt, wäre die Stimmung im Camp Nou wohl eine ganz andere gewesen.