Babbel kritisiert linke Abwehr: Brown muss Defensivarbeit verbessern
Im Trainingsgelände des DFB, während der vierten Länderspielrunde unter Jürgen Klopp, fiel die Beobachtung des ehemaligen Nationalspielers Markus Babbel besonders ins Auge: Der 23‑jährige Nathaniel Brown zeigte zwar glänzende Offensivaktionen mit dem Ball, doch sein defensives Stellungsspiel ließ zu wünschen übrig.
Defensive Defizite im Fokus
Babbel erklärte im Gespräch mit ran, dass Brown „mit Ball im Spiel nach vorne großartig“ sei, aber das „Defensivverhalten bleibt unsere große Baustelle“. Er kritisierte, dass Brown zu spät in Zweikämpfe gehe und Gefahrensituationen nicht früh genug erkenne.
Der ehemalige Bayern‑Profi habe bei der Analyse der defensiven Szenen besonders deutlich gezeigt, dass gefährliche Situationen häufig auf seiner Seite abgelaufen seien. Babbel forderte Brown ausdrücklich auf, an diesen Schwächen zu arbeiten.
Weitere Probleme an den Außenbahnen
Babbel beschränkte seine Kritik nicht nur auf den Bayern‑Spieler. Auch David Raum und Maximilian Mittelstädt sehe ähnliche Probleme, denn „alle drei haben ihre Stärken ganz klar nach vorne, aber in der Defensive haben sie halt ihre Schwachpunkte“, sagte er.
Auf der rechten Seite bewertete Babbel Philipp Treu und Josha Vagnoman deutlich besser und betonte, dass Spezialisten für die Außenverteidiger wieder stärker gefordert werden sollten. Für ihn sei die Kernkompetenz des Außenverteidigers die Defensivarbeit.
Der 54‑jährige Babbel sieht die Besetzung der Außenverteidiger unter Klopp weiterhin als ungelöste Aufgabe und erwartet keine sofortige Weltklassen‑Lösung. Gleichzeitig bleibt Browns Position beim FC Bayern umkämpft, seit der Rückkehr von Alphonso Davies musste er sich zuletzt mit einer Nebenrolle begnügen.
Das nächste DFB‑Länderspiel steht am 13. November gegen Serbien an, wobei die genannten Defensivprobleme voraussichtlich weiterhin im Fokus der Trainerstaffel stehen werden.