Champions League FRAUEN
Austria verpasst knappen sieg im UEFA Women Champions League‑Duell
Die Wiener Austria musste am Donnerstag im UEFA Women Champions League‑Duell gegen Inter Mailand vor 3.609 Zuschauerinnen und Zuschauern in Wien mit einem 1:1‑Unentschieden vorliebnehmen, nachdem Modesta Uka in der 23. Minute die Führung erzielte und Andres Sanz in der 94. Minute den Ausgleich brachte.
Knappes Unentschieden gegen Inter
Modesta Uka brachte die Gastgeberinnen in der 23. Minute mit einem Distanzschuss aus rund 20 Metern ins rechte Eck und stellte damit die Führung her. Inter Mailand drängte sofort zurück und erspielte in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit, genauer in der 94. Minute, den Ausgleich durch Andres Sanz. Zuvor hatten beide Teams zahlreiche Chancen: Jasmin Pal hielt einen Pfanner‑Schuss, Valentina Pötzl schoss über, und ein Pfanner‑Abschluss aus kurzer Distanz blieb zu schwach. Die 3.609 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das Geschehen im Franz‑Horr‑Stadion in Wien, das mit einer Rekordkulisse für das Frauen‑Duell aufwartete.
Weitere Torchancen blieben aus, etwa ein von Uka vorbereiteter Eckball, der von Virginia Kirchberger‑Prohaska geklärt wurde, und ein Schuss von Elisa Pfattner, der das Tor verfehlte. In der 45.+2‑Minute wurde ein Abschluss von Valentina Pötzl gerade noch geblockt, während Inter‑Torhüterin Cecilia Runarsdottir einen Pfanner‑Schuss parierte. Die Österreichinnen kontrollierten weite Spielabschnitte, ließen defensiv kaum Gefahr zu und hätten nach ihrer Führung weiter nachlegen müssen.
Taktische Vorgaben von Stefan Kenesei
Trainer Stefan Kenesei setzte auf dieselbe Startelf, die bereits in London gegen Chelsea gezeigt hatte, dass sie aggressives Pressing und frühe Ballgewinne beherrscht. Die Aufstellung bestand aus Torhüterin Jasmin Pal, Verteidigern Carina Wenninger, Schiechtl und Kirchberger‑Prohaska sowie Mittelfeldspielern Schöffel, Weiss und Pfattner, die in der 77. Minute durch Cordes ersetzt wurde. Im Angriff kam Modesta Uka, unterstützt von Pötzl, Pfanner und Hanshaw, die alle im Lauf des Spiels Auswechslungen erfuhren. Die Taktik ermöglichte frühe Drucksituationen, doch nach dem Ausgleich von Inter verlor die Defensive etwas an Stabilität.
Inter‑Trainer David Sassarini reagierte mit einem Vierfachtausch, brachte die ehemalige DFB‑Spielerin Lina Magull und weitere Kräfte wie Milinkovic und Kullberg ins Spiel. Magull, ehemalige Kollegin von Austria‑Kapitänin Carina Wenninger aus ihrer Bayern‑Zeit, belebte das Angriffsspiel von Inter. Durch diese Änderungen wirkte Inter in der zweiten Hälfte stärker, während die Österreichinnen in der Abwehr nicht mehr so sattelfest waren.
Bedeutung für die Gruppenphase
Mit dem Punkt bleibt die Austria in Rang 14 der 18‑Team‑Gruppenphase und hat damit dieselbe Punktzahl wie St. Pölten in der gesamten vergangenen Saison. Die Top‑Zwölf der Phase ziehen in die K.-o.-Runde ein, sodass jedes weitere Ergebnis entscheidend ist. Im Rahmen der UEFA Women Champions League ist jedes Ergebnis wichtig, und die nächsten internationalen Begegnungen stehen bereits fest: am 29. Oktober empfängt die Austria Juventus Turin in Wien, gefolgt von Spielen gegen Benfica Lissabon, Bayern München und Manchester City. Domestisch folgt am kommenden Sonntag um 13:00 Uhr das erste Derby gegen Rapid in der Admiral Bundesliga, das live auf ORF Sport+ übertragen wird.
Modesta Uka, die in dieser Partie die Führung erzielt hatte, wird in der kommenden Woche im WM‑Play‑off mit dem Kosovo auf das österreichische Nationalteam treffen. Ihr Auftritt unterstreicht die Bedeutung der Austria‑Spielerinnen sowohl auf Vereins‑ als auch auf Länderebene.