Champions League FRAUEN
Austria hinterlässt bei Premiere Eindruck trotz knapper Niederlage
Die Wiener Austria Frauen gaben bei ihrer Premiere in der UEFA Women’s Champions League gegen den achtfachen englischen Meister Chelsea einen starken Auftritt. Trotz einer knappen 0:1‑Niederlage zeigten sie, dass sie auf Augenhöhe mit dem Favoriten spielen können und hinterließen damit einen bleibenden Eindruck bei den Fans.
Austria, die aktuelle Doublesiegerin, traf am Mittwoch auf Chelsea, den achtfachen englischen Meister. Das Spiel verlief über weite Strecken ausgeglichen, sodass ein Unentschieden nicht ungerechtfertigt gewesen wäre. Der Bericht von Matthew Childs (Reuters) fasst das Geschehen zusammen.
„Wir haben gezeigt, wie gut wir eigentlich sind, obwohl Chelsea eigentlich eine andere Liga ist. Wir haben bewiesen, dass mehr geht“, sagte Stürmerin Modesta Uka.
Pressing und frühe Chancen
Die Austria setzte ihr aggressives Angriffspressing ein, das die Londonerinnen vor große Probleme stellte. Valentina Pötzl, Modesta Uka und Patricia Pfanner bildeten die offensivste Dreierkette in einer 3‑4‑3‑Formation. Bereits in der elften Minute brachte Wieke Kaptein den Führungstreffer für Chelsea.
Kurz vor der Pause versuchte Louise Schöffel mit einem Solo in der 40. Minute zum Ausgleich, jedoch ohne Erfolg. In der 76. Minute traf ein Schuss von Modesta Uka, der vom Keeper abgewehrt wurde. Pötzl kommentierte nach der Halbzeit: „Wir haben in einem sehr intensiven Spiel bereits in der ersten Hälfte richtig gut dagegengehalten.“
Auf dem Platz zeigte Trainer Stefan Kenesei ein wenig Enttäuschung über die verpassten Chancen, betonte jedoch die „sehr gute Leistung“ seiner Mannschaft. Er fügte hinzu, dass das Team im zweiten Abschnitt teilweise überlegen war.
Ausblick: nächste Gegner
Am Donnerstag um 18.45 Uhr empfängt die Austria den italienischen Spitzenklub Inter Mailand in der Generali Arena. Inter, das am Dienstag dank eines frühen Bugeja‑Treffers gegen Häcken mit 1:0 gewann, gilt als ein weiterer starker Gegner. Kenesei erklärte: „Mit Inter wartet der nächste große Name, wieder ein überragendes Team.“
In der heimischen ÖFB Frauenliga steht Austria derzeit gemeinsam auf Platz 14 von 18, wobei die Top zwölf nach sechs Partien in die K.o.-Phase einziehen. Im Vergleich zur Vorjahressaison von St. Pölten, die nur einen Punkt holte und ein 0:6 gegen Chelsea erlitt, will Austria deutlich besser abschneiden. Pötzl betonte: „Wenn wir mit der Intensität weiterkämpfen, dann ist noch viel drinnen in der Champions League.“
Der nächste Ligakontrahler ist am Sonntag das Spiel gegen Sturm Graz. Darüber hinaus stehen weitere Champions‑League‑Duelle gegen Juventus Turin, Benfica Lissabon, Bayern München und Manchester City an.