WM
Australiens WM-Star vor Dopingtest nach Verfolgungsjagd
Cristian Volpato, der 22-jährige Mittelfeldspieler der Socceroos, der im Mai seine Nationalität von Italien zu Australien wechselte, bestritt drei von vier Weltcup-Spielen, doch am Donnerstagabend in Sydney wurde er angeblich nach zwei separaten Geschwindigkeitsüberschreitungen mit einem positiven Kokaintest erwischt. Der Kontrast zwischen seinen Leistungen auf dem Feld und den Vorwürfen abseits des Feldes hat einen Medien-Sturm entfacht.
Der erste Vorfall ereignete sich um 23:05 Uhr auf der Anzac Bridge, als die Polizei den Spieler in einem BMW Coupé anhielt, das mit 86 km/h bis 94 km/h in einer 60er-Zone unterwegs war. Ein Atemalkoholtest am Straßenrand wurde durchgeführt und ergab ein negatives Ergebnis. Bei dieser Kontrolle wurde seine Geschwindigkeit mit 109 km/h gemessen. Die Polizei teilte mit, dass eine spätere Speichelprobe positiv auf Kokain getestet wurde. Er erhielt eine Verwarnung wegen überhöhter Geschwindigkeit, und sein internationaler Führerschein wurde für sechs Monate entzogen, was bedeutet, dass er in New South Wales nicht fahren darf.
Die Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen fortgesetzt werden und dass eine zweite Speichelprobe zur weiteren Analyse entnommen wurde. Die Untersuchung bleibt offen, da die Behörden versuchen, das angebliche Drogenergebnis zu überprüfen.
Volpatos Nationalitätenwechsel erfolgte, nachdem er Italien auf Jugendebene vertreten hatte; der Wechsel im Mai [Getty Images] wurde kurz vor der Bekanntgabe des WM-Kaders der Socceroos abgeschlossen. Seine Entscheidung fügte Australien vor dem Turnier eine neue Angriffsoption hinzu.
Auf Vereinsebene ist er seit 2023 beim Serie-A-Verein Sassuolo, wo er 24 Ligaspiele bestritt, während die Mannschaft letzte Saison den 11. Platz belegte. Seine Leistungen in Italien haben ihn trotz der jüngsten Kontroverse im Rampenlicht gehalten.
Während der Weltmeisterschaft erreichte Australien die Runde der letzten 32, bevor sie von Ägypten im Elfmeterschießen ausgeschieden waren. Volpato spielte in drei dieser vier Spiele und trug zum historischen Erfolg der Mannschaft bei.
Football Australia erklärte: „Wir standen in Kontakt mit dem Spieler und verfolgen die Angelegenheit weiterhin und unterstützen den Spieler während dieses Prozesses.“ Die Spielergewerkschaft Professional Footballers Australia fügte hinzu, dass sie die Berichte zur Kenntnis genommen habe und sicherstellen werde, dass Volpato unterstützt wird. Es wurde versucht, Sassuolo um eine Stellungnahme zu bitten.
Der starke Kontrast zwischen Volpatos WM-Leistungen und den rechtlichen Problemen, mit denen er jetzt konfrontiert ist, unterstreicht, wie schnell eine sportliche Reputation gefährdet werden kann, während Ermittlungen und Unterstützungsmechanismen sich weiter entfalten.