Athekame könnte das Vakuum auf der rechten Flanke der Nati füllen
Im Trainingslager in Genf hört Zachary Athekame die Worte "Nati Gekommen" und spürt die Erwartung, das Vakuum auf der rechten Außenverteidigerposition zu füllen. Der 21‑jährige Doppelbürger steht erneut im Kreis der A‑Nationalmannschaft und hofft, endlich sein Debüt zu geben.
Auf der rechten Außenverteidigerposition herrscht in der Nati aktuell ein Vakuum. Dieses könnte Zachary Athekame füllen, weil er seit seiner Rückkehr zu Olympique Lyon Stammspieler ist.
Coach Yakin gibt drei Gründe für die Wahl
Im letzten Herbst wurde Athekame von Murat Yakin für das Quali‑Spiel gegen Slowenien nominiert, kam jedoch nicht zum Einsatz. Deshalb wartet der rechte Außenverteidiger noch auf sein Debüt mit der Schweiz. Yakin plant, ihn in mindestens einer der kommenden vier Nations‑League‑Partien einzusetzen.
Der Coach nennt drei Argumente: Erstens ist nach dem Rücktritt von Silvan Widmer und dem Verletzungs‑Out von Denis Zakaria ein Platz frei geworden. Zweitens hat Athekame bei Lyon bereits zwei Tore erzielt und zwei Vorlagen in fünf Partien geliefert. Drittens würde ein Einsatz ihn an die Schweiz binden, da er noch für Nigeria entscheiden könnte.
Genfer Gesichter stärken das Vertrauen
Mit Zeki Amdouni, Johan Manzambi und Winsley Boteli stehen gleich vier gebürtige Genfer im 26‑Mann‑Kader, was Athekame ein heimisches Umfeld gibt. „Es ist super, dass es hier so viele Genfer hat. Es ist für mich leichter, Französisch zu sprechen. Aber wir alle sind ein Team“, sagt er.
Alle vier spielten im Juniorenalter für Servette, verließen den Klub jedoch, bevor sie ein Profispiel für die „Grenat“ bestritten. „Das muss man die Klub‑Verantwortlichen fragen. Der Verein hat Entscheidungen getroffen und diese muss man respektieren“, erklärt Athekame.
Als aktiver Spieler war Athekame bei Xamax und Young Boys, bevor er vor einem Jahr zu AC Milan wechselte. Nach 29 Einsätzen für die Rossoneri zog er in dieser Saison zu Olympique Lyon um, wo er in fünf Spielen vier Torbeteiligungen als Verteidiger erzielte.
„Ich bin sehr glücklich mit meinem Wechsel nach Lyon“, betont er, und lobt Trainer Paulo Fonseca: „Ich bin happy, dass ich mit ihm zusammenarbeiten kann. Jeden Tag lerne ich etwas von ihm.“ Fonseca vertraut voll auf den Schweizer, der bislang keine Minute verpasst hat. Athekame will nun in der Nati zeigen, dass er die Lücke rechts hinten füllen kann, vielleicht bereits am Samstag in Nordmazedonien.