Amnesty‑Direktorin Dagmar Oudshoorn warnt vor diskriminierender US‑Visapolitik
Amnesty Netherlands‑Direktorin Dagmar Oudshoorn sagt, dass die US‑Visa‑Politik nicht‑westliche Besucher vor der Weltmeisterschaft diskriminiert. Sie warnt, dass bestehende Fehltritte den Ruf des Turniers gefährden.
Ein Top‑Schiedsrichter aus Somalia wurde die Einreise in die USA verweigert. Ein irakischer Stürmer wurde von der US‑Grenzpolizei sieben Stunden festgehalten. Iranischen Unterstützern wurde mitgeteilt, dass sie bei der Weltmeisterschaft nicht mehr willkommen seien.
Ein Video aus den sozialen Medien zeigt, wie Spieler der senegalesischen Nationalmannschaft bei der Ankunft in den USA von Kopf bis Fuß durchsucht werden. Die usbekische Nationalmannschaft wurde vor einem Freundschaftsspiel gegen die Niederlande von Hunden kontrolliert. Usbekischer Trainer Fabio Cannavaro sagte, die Inspektion gelte nur für sein Team.
Unklar bleibt, ob niederländische Spieler ähnlichen Durchsuchungen unterzogen wurden. Der Königliche Niederländische Fußballverband hat auf Anfragen nicht reagiert.
Die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada wird 48 Nationen umfassen – die bislang größte Auflage. Dreiviertel der 104 geplanten Spiele in den nächsten fünf Wochen finden in den USA statt, während Kanada und Mexiko weniger Spiele ausrichten.
Die WM durch die Augen von Mexiko, den USA und Kanada: Feierlaune, Stolz und ein hoher Preis.
Die Niederlande eröffnen ihre Gruppenphase am Sonntag um 22:00 Uhr gegen Japan. Das Finale ist für den 19. Juli in New York geplant. Jurist und Amerika‑Experte Kenneth Manusama sagt, das Turnier gebe den USA die Chance, ihr internationales Image zu stärken. Er fügt hinzu, dass die US‑Einwanderungspolitik der letzten achtzehn Monate Menschen mit Hautfarbe gezielt getroffen habe. Präsident Trump befürchtet, dass Fans nach dem Turnier im Land bleiben könnten, und hält deshalb strenge Einwanderungsregeln aufrecht, einschließlich Einreise‑ und Visaverboten ohne Ausnahme für die Weltmeisterschaft. Manusama warnt, dass ICE‑Agenten rund elf Stadien patrouillieren und zufällig nicht‑weiße Fans festnehmen könnten – ein Vorgehen, das er als diskriminierend bezeichnet. Im Vergleich zur WM 2022 in Katar wird die USA kritisiert wegen möglicher Abschiebungen und Visablehnungen statt wegen baubezogener Todesfälle. Manusama weist darauf hin, dass Tickets für iranische Unterstützer zurückgezogen wurden und tausende Karten unverkauft bleiben, was Bedenken hinsichtlich halb leerer Stadien weckt. FIFAs neue Menschenrechts‑Richtlinie verlangt von jeder der sechzehn Gastgeberstädte konkrete Schutzpläne für Journalisten, Einwanderer und LGBT‑Personen zu veröffentlichen, doch nur vier Städte haben das getan, drei davon in den USA. Oudshoorn sagt, ICE fehle in diesen Protokollen, sodass es keine Sicherheitsgarantien für Fans, Spieler, Einwanderer und Journalisten gibt, und argumentiert, FIFA erfülle ihre eigene