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Bundesliga

Altstar‑Sammelbecken Traiskirchen im Speckgürtel empfängt Austria

🇦🇹 Von 4AllFootball ·
Altstar‑Sammelbecken Traiskirchen im Speckgürtel empfängt Austria

Am Samstag reist die Wiener Austria zum ÖFB‑Cup nach Traiskirchen, wo das Altstar‑Sammelbecken im Wiener Speckgürtel auf die Gäste wartet. Der Austria‑Gegner Traiskirchen, ein Verein voller ehemaliger Bundesliga‑Stars, stellt für die Austria‑Gegner eine besondere Herausforderung dar und verspricht ein spannendes Duell.

Die Truppe des Drittligisten umfasst neben Philipp Schobesberger auch Thomas Ebner, Maximilian Sax und Patrick Schmidt und bringt damit reichlich Bundesliga‑Erfahrung mit. Zusammengerechnet erreichen die Spieler 737 Bundesliga‑Einsätze, ein Rekord für einen Regionalliga‑Club. Den Spielern wird für ihre Erfahrung ein hoher Respekt entgegengebracht.

Philipp Schobesberger ging einst für Rapid auf Torjagd; seit zwei Jahren spielt er für Traiskirchen. Gerhard Breitschopf erklärt: „Wenn Philipp Hosiner am Samstag die ARBÖ‑Arena betritt, kommt er nicht, um seine Wiener Austria anzufeuern – sondern um sie aus dem ÖFB‑Cup zu schießen.“ Der ehemalige Bundesliga‑Torschützenkönig zählt zu den vielen Altstars, die heute für den FCM Traiskirchen auf dem Platz stehen.

Sportlicher Leiter Manuel Trost führt die überdurchschnittlich hohe Konzentration an Ex‑Profis auf mehrere Faktoren zurück: nach zehn durchgängigen Jahren in der Regionalliga hat sich Traiskirchen einen Namen als verlässlicher, seriös geführter Verein erarbeitet. Präsident Christian Blaha betont, dass die Lage im Wiener Speckgürtel, südlich von Wien, für die meisten Spieler attraktiv sei, weil sie nicht mehr viermal pro Woche nach Horn oder Mannsdorf pendeln müssen.

Erfahrungsschatz der Traiskirchner Truppe

Ein Verein, der einst von Millionenkickern geprägt war, beherbergt heute Spieler, die früher für Millionen‑Ablösungen nach Frankreich und England wechselten. In früheren Zeiten war die Regionalliga Ost ein übliches Ziel für den Karriereausklang, doch das Altstar‑Sammelbecken ist ein seltenes Phänomen.

Strategie und Infrastruktur des Vereins

Der sportliche Leiter betont, dass die Spieler pünktlich ihr Geld erhalten, das hauptsächlich von Sponsoren und Partnern stammt – ein Investor fehlt bewusst. Dieses Modell stützt den Familienbetrieb und soll trotz geringer Zuschauerzahlen von 200 bis 250 Fans im Stadion langfristig stabil bleiben.

Die Spieler hoffen, dass ein Aufstieg die Besucherzahlen steigern würde. Für einen Aufstieg in die 2. Liga müsste bis Mitte November ein Lizenzantrag gestellt werden, wobei die Kosten für einen permanenten Gästesektor, Sanitäranlagen und einen zweiten Eingang auf 100 000 bis 150 000 Euro geschätzt werden. Ob der Verein diesen Schritt noch in diesem Jahr wagt, bleibt offen.

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