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Alarmierende Statistik: Schalke liegt im Tempo deutlich zurück

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Alarmierende Statistik: Schalke liegt im Tempo deutlich zurück

Im Veltins‑Arena‑Trainingstag wirft DeFodi ein grelles Licht auf das zentrale Problem des FC Schalke 04: Das Team sei im laufenden Saisonstart schlicht zu langsam. Trainer Miron Muslic setzt weiterhin auf ein intensives Pressing, doch das Tempo‑Defizit behindert die Umsetzung. Die Beobachter sehen bereits in den ersten Spielen die Folgen.

Pressing und das fehlende Tempo

Muslics Konzept beruht auf einem aggressiven Pressing, das die Gegner früh in die Defensive drängen soll. In der Praxis funktioniert dieses Pressing jedoch nicht auf dem gewünschten Niveau, weil die Spieler nicht die nötige Geschwindigkeit aufbringen können. Das Pressing bleibt damit das einzige benannte Thema.

Das geplante Umschaltspiel, das schnelle Gegenangriffe ermöglichen soll, gerät durch die langsame Laufbereitschaft ins Stocken. Zusätzlich bleibt die defensive Linie häufig hoch, was das Tempo‑Defizit noch stärker sichtbar macht. Ohne rasches Umschalten verliert Schalke die Kontrolle im Mittelfeld.

Weder in der vordersten Reihe noch in der letzten Reihe lässt sich bei den Knappen ein nennenswerter Sprinter finden. Die Aufstellung fehlt an Spielern, die in der Lage sind, über 30 km/h zu sprinten, ein Standard in vielen Bundesliga‑Teams. Dieses Fehlen von Geschwindigkeit schwächt die gesamte Mannschaft.

Statistische Belege und Kaderplanung

Laut WAZ gibt es unter den schnellsten 50 Spielern der Bundesliga keinen einzigen Schalke‑Vertreter. Unter den schnellsten 100 finden sich lediglich Vitalie Becker (33,8 km/h), Timo Becker (33,7 km/h) und Moussa Sylla (33,5 km/h). Auch diese Werte liegen kaum über dem Durchschnitt.

Die drei genannten Spieler gelten nicht als herausragende Sprintkünstler, sondern eher als durchschnittliche Tempoträger. Damit bestätigt sich das, dass Schalke im Vergleich zu anderen Vereinen deutlich langsamer agiert. Das Defizit wirkt sich besonders im schnellen Umschaltspiel aus.

„Wir trauen unseren Jungs die Bundesliga natürlich zu – aber für sehr viele von ihnen ist diese Bühne neu“, erklärte Transferdirektor Maximilian Lüftl im Gespräch mit der WAZ.

„Uns ist bewusst, dass wir in den kommenden Jahren wieder einen Tick jünger werden müssen“, gestand Lüftl weiter und betonte, dass neben Wertsteigerung auch die durchschnittliche Geschwindigkeit der Spieler ein entscheidender Faktor sei. Er fügte hinzu, dass schnellere Spieler heute schlichtweg teurer seien und das fehlende Budget das Problem verschärfe.

Im modernen Fußball ist Tempo kein nebensächlicher Faktor mehr, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Spielerwerts. Schalke muss künftig gezielt in schnellere Akteure investieren, um das Tempo‑Defizit zu schließen und konkurrenzfähig zu bleiben.

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