Akanji wirft Reporter Fragen zu größerem Schweizer corona‑Skandal
Nach dem überzeugenden 3:0‑Sieg der Schweizer Nationalmannschaft gegen Nordmazedonien stand Innenverteidiger Manuel Akanji im Fokus, als er in der Pressekonferenz den wachsenden Schweizer Corona‑Skandal ansprach und den Reporter herausforderte, die Verstrickungen von Xhaka und Embolo zu beleuchten und forderte klare Antworten von den Verantwortlichen.
Manchester City‑Skandal und Anklagepunkte
Im Zuge der Impf‑Affäre rund um die Schweizer Nationalmannschaft brachte Akanji das Finanzgerücht über seinen Ex‑Verein Manchester City zur Sprache. Die Skyblues wurden im Zeitraum von 2009 bis 2018 in 115 Anklagepunkten für schuldig befunden, ein Urteil, das das Ansehen des Klubs stark belastet.
Falls der Klub, der inzwischen Berufung eingelegt hat, keine juristische Einigung erzielt, drohen drastische Strafen bis zum Zwangsabstieg, wobei sogar die Aberkennung von Titeln nicht ausgeschlossen ist.
Xhaka und Embolo – Impf‑Zertifikate
Akanji wechselte 2022 von Borussia Dortmund nach Manchester City, also vier Jahre nach dem genannten Verurteilungszeitraum, und wurde daraufhin von den Reportern nach den Impf‑Skandalen von Granit Xhaka und Breel Embolo befragt. Embolo soll die gefälschten Zertifikate über ein Mitglied der „Hells Angels“ erhalten haben und erhielt am 25. November 2025 eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 3 000 Franken.
Xhaka gab zu, ein Impf‑Zertifikat erworben zu haben, weil er „stark verunsichert“ und von „großen Bedenken“ geprägt war. In einer Stellungnahme beschrieb er seine Handlung als „Fehler“ und erklärte, er übernehme die Verantwortung und werde vollumfänglich kooperieren.
„Ich habe immer noch Kontakt zu ein paar Spielern, aber ich weiß nicht mehr als ihr. Es hieß, wir sollen ruhig bleiben, sie haben alles unter Kontrolle, es sei nichts Großes passiert. Ich vertraue den Verantwortlichen bei Manchester City, dass es auch stimmt“, sagte Akanji und betonte, er hoffe nicht, seine Titel zu verlieren.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern ermittelt weiter gegen Xhaka und Embolo, während die Medien die möglichen Folgen für die Schweizer Nationalmannschaft und den internationalen Ruf des Fußballs diskutieren.
Der Fall verdeutlicht, wie stark sportliche Erfolge von rechtlichen und ethischen Fragen überschattet werden können und wirft ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit transparenter Verfahren im europäischen Fußball.