Absencen-Episoden werfen Gesundheitsfragen für Bayerns Jamal Musiala auf
Bayern‑Star Jamal Musiala erlitt innerhalb weniger Tage zwei Zusammenbrüche auf dem Spielfeld, was Besorgnis über seine Gesundheit auslöste. Der 23‑jährige deutsche Nationalspieler nutzte später Instagram, um die Vorfälle als „Absencen“ zu erklären, kurze neurologische Aussetzer, und sprach die möglichen Folgen für seine Karriere an.
Zwei Zusammenbrüche auf dem Spielfeld
Am Dienstag wurde der FC‑Bayern‑Star Jamal Musiala, ein deutscher Nationalspieler, in der 61. Minute des Bundesliga‑Spiels gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim eingewechselt. Innerhalb weniger Minuten brach er auf dem Spielfeld zusammen, wurde vom medizinischen Personal untersucht und verließ das Feld benommen. Der Vorfall war der erste von zwei Zusammenbrüchen innerhalb weniger Tage.
Ein zweiter Vorfall ereignete sich am Samstag während eines Testspiels gegen RB Leipzig, als der Offensivspieler erneut auf dem Spielfeld zu Boden fiel. Dieser zweite Zusammenbruch verstärkte die Bedenken nach dem ersten Vorfall.
Absencen erklärt und Auswirkungen
Musiala schrieb auf Instagram: „Es geht mir gut, aber ich habe Absencen“. Er beschrieb die Ursache als kurze neurologische Ausfälle, die gut behandelbar sind, und versicherte, dass kein zusätzliches Gesundheitsrisiko besteht. Er äußerte seine Freude darüber, dass er in den besten medizinischen Händen sei, und milderte die Sorge um seine Gesundheit.
Neurologin Evelyn Berger‑Sieczkowski erklärte, dass ein Absencen‑Ereignis typischerweise plötzlich beginnt, einige Sekunden bis etwa 20 Sekunden dauert und ein leeres Starren, gelegentliches Augenlidzucken oder eine Gesichtsanmutung beinhalten kann. Solche Fälle treten auf dem Feld ohne Vorwarnung auf, ein besonderes Merkmal dieser Erkrankung. Sie bemerkte, dass die betroffene Person oft das Bewusstsein behält. Berger‑Sieczkowski betonte, dass der Begriff Absencen umgangssprachlich verwendet wird und nicht automatisch Epilepsie bedeutet. Über Musialas Zustand wurden keine spezifischen medizinischen Informationen veröffentlicht, abgesehen von seiner eigenen Aussage. Die Ärztin stellte klar, dass die Erkrankung nicht zwingend mit einer chronischen epileptischen Störung verbunden ist.
Absence‑Epilepsie macht etwa 10 bis 15 Prozent aller Epilepsiefälle bei Kindern und Jugendlichen aus, mit einer Prävalenz von sechs bis acht pro 100 000 jungen Menschen. Bei vielen jungen Erwachsenen geht die Störung in Remission, und Medikamente können 70 bis 80 Prozent der Fälle kontrollieren. Die Behandlung beinhaltet in der Regel Ionenkanal‑Blocker, die allgemein gut vertragen werden.
Berger‑Sieczkowski klärte zudem, welche Folgen für den Sportler zu erwarten seien, und stellte fest, dass sie für den Fußball minimal seien. Sie fügte hinzu, dass nur Sportarten, die eine sofortige Reaktion erfordern, wie Paragleiten, Fallschirmspringen, Klettern, Schwimmen oder Motorsport, gefährlich sein könnten. Somit sind die Folgen für Musialas Bundesliga‑Karriere bei Bayern minimal, was die Sorge mildert und seine Gesundheit bewahrt. Das begleitende Foto wurde von Michael Weber von IMAGEPOWER aufgenommen.