Bundesliga
Spieltag 4: 34 Tore in neun Spielen der 2. Bundesliga, drei Ergebnisse 2-2
In der 2. Bundesliga fielen in Spieltag 4 insgesamt 34 Tore in neun Spielen, im Schnitt 3,8 pro Partie. Die Gastmannschaften gewannen zwei Spiele, die Heimmannschaften drei, und vier Partien endeten unentschieden. Drei Partien endeten 2-2. Achtzehn Tore fielen vor der Pause und sechzehn danach.
Eine 2:1-Führung zur Pause reichte Hannover 96 am Freitagabend nicht zum Sieg, denn der Karlsruher SC glich in der 86. Minute zum 2:2-Endstand aus. Lars Gindorf hatte die Gastgeber in der 26. Minute in Front gebracht, doch Fukuda antwortete nur drei Minuten später mit dem Ausgleich. Noch vor der Pause stellte Hartel nach Vorlage von Oudenne in der 38. Minute auf 2:1. Kurz vor dem Seitenwechsel verhinderte KSC-Torhüter Weinkauf einen weiteren Gegentreffer, und das Talent Zor klärte den Ball auf der eigenen Linie. Nach dem Wiederanpfiff forderten die Gäste vergeblich einen Elfmeter nach einem vermeintlichen Foul an Fukuda. Die Entscheidung fiel dann spät: Pinto Pedrosa traf nach Zuspiel von Egloff und sicherte dem KSC einen Punkt, der Hannovers Trainer Titz nach dem Fehlstart zusätzlich unter Druck setzt.
Ein langer Abschlag von Kersken in der 13. Minute fand Rochelt, der ungehindert zur frühen Führung traf. St. Pauli dominierte danach das Geschehen auf der Alm und glich durch Hara aus, der ein Zuspiel von Nemeth in der 20. Minute verwertete. Mit dem 1-1 ging es in die Pause. Kurz nach Wiederbeginn brachte eine Freistoßflanke von Rochelt den Ball zu Grodowski, der unbeobachtet in der 51. Minute zur erneuten Bielefelder Führung traf. Die Gäste ließen sich davon nicht beirren und kamen durch Ceesay zum Ausgleich, der in der 65. Minute per Hacke nach Vorlage von Pyrka vollendete. Arminia Bielefeld teilte sich mit dem FC St. Pauli die Punkte in einem offenen Schlagabtausch, der mit 2-2 endete. Die Defensive der Gäste blieb anfällig, sodass die klare Feldüberlegenheit nicht in den ersten Saisonsieg umgemünzt werden konnte.
Eine Drei-Tore-Führung zur Halbzeit, und doch reichte es nicht zum Sieg. Der VfL Wolfsburg und Energie Cottbus trennten sich am Samstag in der Volkswagen Arena 4-4 unentschieden, nachdem die Gäste einen 0:3-Rückstand aufgeholt hatten. Glatzel brachte Wolfsburg bereits in der 4. Minute per Elfmeter in Führung. Vini Souza erhöhte in der 25. Minute nach Vorlage von Reese auf 2:0, ehe Glatzel in der 34. Minute das 3:0 erzielte. Noch vor der Pause verkürzte Erlein für Cottbus in der 45. Minute auf 3:1. Nach dem Seitenwechsel setzte sich die Aufholjagd der Gäste fort: Manu traf in der 49. Minute zum 3:2, Cigerci glich in der 67. Minute per Elfmeter zum 3:3 aus. Svanberg brachte Wolfsburg in der 79. Minute erneut in Front, doch Bogdanov sicherte Cottbus in der 90. Minute den 4:4-Endstand. Der Aufsteiger, dessen Kader einen Marktwert von rund elf Millionen Euro aufweist, trotzte damit dem mit etwa 120 Millionen Euro taxierten Bundesliga-Absteiger einen Punkt ab.
Viermal schlugen die Mannschaften innerhalb von sechzehn Minuten zu, und am Ende nahm jeder einen Punkt mit. Markhiev brachte den 1. FC Nürnberg in der 41. Minute in Führung, als er nach Vorarbeit von Fernandez traf. Harres glich für Holstein Kiel noch vor der Pause aus – Kapralik hatte in der 45. Minute vorbereitet. Nach dem Seitenwechsel drehte Kapralik die Partie: In der 50. Minute verwandelte er eine Vorlage von Meffert zum 2:1 für Kiel. Doch Nürnberg antwortete postwendend: Scobel stellte in der 56. Minute auf 2:2, Markhiev gab die Vorlage. Holstein Kiel spielte so 2:2 unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, in dem keine Abwehr lange fehlerfrei blieb und jeder Angriff Gefahr versprach.
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Ein vergebener Elfmeter der Gäste leitete die Wende ein. Lance Duijvestijn setzte den Strafstoß an die Latte, und auf der Gegenseite schlug Kaiserslautern kurz vor der Pause zu. Sahin bediente Sauer, der in der 43. Minute zum 1:0 traf. Nach dem Seitenwechsel blieben die Roten Teufel spielbestimmend. Ein langer Einwurf von Gyamfi fand Berisha, dessen Kopfballverlängerung Tazemeta in der 64. Minute zum 2:0 nutzte. In der 90. Minute sorgte Sahin mit einer Hereingabe von rechts für den Schlusspunkt, als Lührs den Ball ins eigene Tor lenkte. Der 1. FC Kaiserslautern gewann gegen den SV Darmstadt 98 mit 3:0 und ließ den Gästen keine Chance.
Mit einem Doppelpack innerhalb der ersten 25 Minuten brachte Koji Miyoshi die Partie früh auf die Seite des VfL Bochum, der sich am Samstag, dem 5. September, bei Dynamo Dresden mit 2:1 durchsetzte. Der japanische Mittelfeldspieler nutzte Aufbaufehler der Sachsen eiskalt aus und traf in der 3. Minute nach Vorarbeit von Cokaj zur frühen Führung. In der 25. Minute erhöhte Miyoshi auf Vorlage von Meyer auf 0:2 und stellte die Weichen damit bereits vor der Pause auf Sieg. Dynamo Dresden kämpfte sich durch einen Treffer von Bobzien in der 41. Minute nach Zuspiel von Hauptmann auf 1:2 heran, doch die von sieben Gelben Karten des Schiedsrichters Harm Osmers geprägte erste Halbzeit endete ohne weiteren Ertrag. Nach der Pause disziplinierten sich beide Mannschaften, Bochum brachte den Vorsprung letztlich über die Zeit und beendete den Fehlstart, während Dynamo nach der dritten Niederlage auf einem Abstiegsplatz blieb. Dynamo-Sportchef Sören Gonther sagte, man habe es sich selbst schwer gemacht und müsse wieder dahin kommen, zu Null zu spielen.
Ein Doppelschlag kurz vor und nach der Pause entschied die Partie. Brekalo brachte Hertha BSC in der 10. Minute nach Vorlage von Pedersen in Führung. Michel glich in der 31. Minute für Magdeburg aus, vorbereitet von Atik. Mit dem 1-1 ging es in die Kabinen. Unmittelbar nach Wiederbeginn stellte Adewumi in der 47. Minute auf 2-1, Thorsteinsson hatte aufgelegt. Hertha BSC bezwang den 1. FC Magdeburg mit 2-1 und fuhr damit den Sieg ein.
SpVgg Greuther Fürth verlor mit 0-1 gegen 1. FC Heidenheim vor eigenem Publikum. In der 12. Minute war Zivzivadze erfolgreich für 1. FC Heidenheim, vorbereitet von Costly.
Nach einer torlosen ersten Hälfte steigerte sich der VfL Osnabrück im zweiten Durchgang deutlich und bezwang Eintracht Braunschweig mit 3:1. Kyereh brach in der 52. Minute den Bann, als er nach einem Eckball zum 1:0 traf. Jacobsen erhöhte in der 76. Minute per Kopf auf 2:0, ehe Meißner nur vier Minuten später mit einem Abstauber das 3:0 besiegelte. Die Offensive des Aufsteigers nutzte die nachlassende Abwehr der Gäste konsequent aus. Sturm gelang in der 88. Minute mit einem Linksschuss nach Vorlage von Urbich lediglich der Ehrentreffer für Braunschweig, das damit die dritte Niederlage in Folge hinnehmen musste. Coach Schultz hatte bereits früh im Spiel personelle Veränderungen vorgenommen und zeigte sich mit der ersten Hälfte unzufrieden, bevor seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel die Kontrolle übernahm und die Partie klar entschied.