WM
WM‑Kontroverse verfolgt Argentinien, während die FIFA ein Verfahren eröffnet
In den Momenten nach dem WM-Finale brach ein Handgemenge auf dem Platz aus, bei dem Leandro Paredes im Zentrum stand, ein Bild aufgenommen unter der Bildunterschrift © REUTERSEen. Der Vorfall bereitete den Weg für das Disziplinarausschuss der FIFA, formelle Verfahren gegen den argentinischen Fußballverband und mehrere seiner Spieler einzuleiten.
Der FIFA‑Körper gab am Mittwoch bekannt, dass er Ermittlungen zu möglichen Verstößen gegen seinen Kodex aufgenommen hat, der nicht‑sportliche Äußerungen, Teamfehlverhalten, Diskriminierung, rassistische Bemerkungen sowie die allgemeine Ordnung und Sicherheit bei Spielen abdeckt.
Nach Angaben des Verbands umfasst die Untersuchung diskriminierende Gesänge und Gesten, verspätete Anstoßzeiten, das Nichtbefolgen von Spieltags‑ und Sicherheitsprotokollen, das Zeigen unangemessener Botschaften durch das Team und die Zuschauer sowie das Werfen von Gegenständen durch Fans während verschiedener WM‑Begegnungen.
Nach dem Halbfinale gegen England entrollten argentinische Spieler ein Banner mit der Aufschrift „Die Falklandinseln gehören Argentinien“, worauf das Vereinigte Königreich eine Untersuchung der politisch aufgeladenen Aussage forderte.
Die FIFA nannte zudem den argentinischen Mitarbeiter Roberto Ayala und den spanischen Spieler Gavi in der Disziplinarmaßnahme und verwies auf ihr Verhalten während des Finales zwischen den beiden Nationen.
Für Paredes, Molina und Ayala beziehen sich die angeblichen Verstöße auf den Artikel zur körperlichen Gewalt, während Molina, Almada und Gavi möglicherweise gegen die Klausel zum unsportlichen Verhalten verstoßen haben. Fernsehaufnahmen vom WM‑Finale zeigten, wie Paredes den spanischen Verteidiger Eric Garcia zu Boden drückte, ihm die Kehle packte und anschließend von Gavi mit einem Stock geschlagen wurde.
Die Verfahren, in der Ankündigung als Google‑favorietDe bezeichnet, unterstreichen FIFAs Absicht, ihre Standards bei allen Teilnehmern durchzusetzen. Die Entscheidung markiert eine seltene disziplinarische Welle nach dem Turnier, die sowohl Spieler als auch Funktionäre ins Visier nimmt.