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WM

UEFA‑Beschwerde stellt García Silvero ins Zentrum von Infantinos WM‑Plan

Von 4AllFootball ·
UEFA‑Beschwerde stellt García Silvero ins Zentrum von Infantinos WM‑Plan

Der Entwurf einer Beschwerde der UEFA wirft dem FIFA‑Chef Gianni Infantino vor, einen Private‑Capital‑Deal für das Mundial voranzutreiben, und nennt den spanischen Rechtschef Emilio García Silvero als zentrale Figur bei der internen Genehmigung. Der Vorwurf konzentriert sich auf eine Abstimmung, die das Projekt kurz vor dem Endspiel des Turniers verabschiedete.

Rechtliche Dualität von García Silvero

Emilio García Silvero, der spanische leitende Rechtsbeauftragte der FIFA, saß in der dreiköpfigen Führungsebene, die das Projekt FIFA Forward Enterprise genehmigte. Gleichzeitig leitete er die Abteilung Recht und Compliance, die mit der Überwachung der FIFA‑Statuten und Governance‑Regeln betraut war. Diese Überschneidung brachte ihn in die Position, sowohl den Vorschlag zu bewerten als auch über dessen Annahme abzustimmen. Silveros Unterschrift war entscheidend bei der Abstimmung von drei zu zwei.

Kommerzieller Plan und Bewertung

Der Plan sah die Gründung einer kommerziellen Tochtergesellschaft vor, die etwa zwanzig Prozent der kommerziellen Rechte des Mundials an externe Investoren für rund 4,2 Milliarden $ verkaufen würde. Die Gesamtbewertung wurde auf etwa 20 Milliarden $ geschätzt und umfasste die Männer‑ und Frauen‑Weltmeisterschaften sowie die Klub‑Weltmeisterschaften. Thrive Eternal, ein Vehikel, das mit Thrive Capital verbunden ist und von Joshua Kushner geleitet wird, sollte die Investorengruppe anführen. Die UEFA fragt, warum die Bewertung ohne offene Auktion oder unabhängige Preismeinung festgelegt wurde. Die UEFA beschreibt die Transaktion als Kapital‑beschaffungsmaßnahme, die privates Geld in den kommerziellen Motor des Mundials einspeisen würde.

Untersuchungsinitiative der UEFA

Die UEFA reichte am 27. August einen Antrag beim Southern District Court in New York ein und forderte die Kommunikation zwischen Thrive, Joshua Kushner, Infantino, Berater Greg Maffei und anderen FIFA‑Beamten an. Der Verband verlangt zudem die Investorenpräsentation, Bewertungsmodelle, Finanzprognosen, Absichtserklärungen und Vertragsentwürfe. Parallel prüft die UEFA strafrechtliche Schritte nach Artikel 158 des Schweizer Strafgesetzbuches wegen angeblichen Treuepflichtverstoßes. Der Entwurf vermerkt, dass Gianni Infantino Berichten zufolge eine persönliche Rolle in der neuen kommerziellen Einheit mit einem Jahresgehalt von rund 30 Millionen $ anstrebte, ein Detail, das laut Beschwerde vor dem FIFA‑Rat verborgen wurde.

Die noch nicht eingereichte Beschwerde wurde bislang nicht eingereicht, aber die UEFA erklärt, dass sie Joshua Kushner und einen Vertreter von Thrive verhören wird, sofern die Beweise dies rechtfertigen. Die Beteiligung von García Silvero bleibt der zentrale Punkt, wobei der Entwurf fragt, ob seine rechtliche Beratung ein echter Schutzmechanismus oder ein Kanal für den Deal war. Im weiteren Verlauf des Verfahrens könnte das doppelte Mandat des spanischen Beamten bestimmen, ob die kommerzielle Zukunft des Mundials in privaten Händen bleibt oder vollständig unter die Kontrolle der FIFA zurückkehrt. Das Dokument bezeichnet den spanischen Beamten als „ESPAÑOL“ und betont damit seine Nationalität in der Kontroverse.

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