WM
Roberto Ayalas Apologie wirft Fragen zum Vergehen nach dem Finale auf
Der argentinische Co‑Trainer Roberto Ayala entschuldigte sich am Mittwoch öffentlich bei Valencia Capital Radio für seine Rolle bei dem Vorfall nach dem WM‑Finale, bei dem er den spanischen Flügelspieler Dani Olmo schubste, während das von Niederlagen geplagte Team – insbesondere Leandro Paredes' Zusammenstoß mit Gavi – eine FIFA‑Untersuchung auslöste und eine Petition hervorrief, die bereits fast 70.000 Unterschriften gesammelt hat.
Ayala sagte bei Valencia Capital Radio: „Natürlich bereue ich es“, und fügte hinzu, dass seine Position verhindert, dass persönliche Gefühle sein Handeln bestimmen. Er beschrieb den Kontakt zu Olmo als „eher ein Schubs, kein Schlag, wie manche ihn darstellen“ und versprach, Olmo persönlich zu entschuldigen, falls sie sich wiedersehen.
Fernsehmaterial zeigte Ayala, wie er Dani Olmo während der chaotischen Momente nach dem Spiel einen kräftigen Schubs gab. Das Bildmaterial verstärkte die Kritik daran, dass das argentinische Trainerteam im hitzigen Nachspiel die Grenze überschritten habe.
Auch andere argentinische Spieler erregten Aufmerksamkeit. Leandro Paredes wurde dabei beobachtet, wie er den spanischen Spieler Eric García an der Kehle packte, bevor er Gavi zu Boden brachte – Handlungen, die viele Beobachter als übermäßig gewalttätig bezeichneten.
Die FIFA hat eine offizielle Untersuchung der Vorfälle eingeleitet, die nach dem WM‑Finale stattfanden, und signalisiert damit, dass der Dachverband mögliche disziplinarische Maßnahmen prüfen wird.
Ein Video des Paredes‑Vorfalls zeigt einen weiteren argentinischen Co‑Trainer, Walter Samuel, der in der Nähe steht, und verdeutlicht das breitere Engagement des Trainerstabs im Aufruhr.
Zu Beginn der Woche sprach Gavi in einem spanischen Radiosender und erklärte, er halte eine Sperre für Paredes nicht für nötig. Er argumentierte, dass das Verhalten zwar „kein gutes Vorbild für Kinder sei“, Fußball jedoch auch eine physische Komponente habe, und dass „das logischste gewesen wäre, ihn im Spiel vom Platz zu schicken, und das wäre alles gewesen.“
Fans in Argentinien haben eine Change.org‑Petition gestartet, in der sie ein Wiederholung des WM‑Finales ohne den „korrupten Schiedsrichter“ fordern und behaupten, der Offizielle sei bestochen worden, um das Ergebnis zu beeinflussen. Die Petition erreichte kurz vor Mitternacht am Mittwoch fast 70.000 Unterschriften, während eine frühere Petition, die Argentinien dauerhaft von zukünftigen Weltmeisterschaften ausschließen soll, 23 Millionen Unterschriften sammelte.