WM
Real Madrids 60-Millionen-Euro-Forderung für Camavinga stellt Mourinhos Neuaufbau auf die Probe
Real Madrid hat eine Kaufsumme von 60 Millionen Euro auf den Mittelfeldspieler Eduardo Camavinga festgelegt und signalisiert damit, dass der Verein bereit ist, in diesem Sommer Angebote zu prüfen. Der 22-jährige Franzose, der 2021 für rund 35 Millionen Euro von Rennes verpflichtet wurde, hat einen Vertrag bis 2029.
Mourinhos Einfluss auf die Transferpolitik hat den Bernabéu in Richtung Spieler gelenkt, die sofortigen Erfolg bringen können, was Camavingas langfristiges Projekt im Verein erschwert. Der Klub hat zudem geprüft, entweder Tchouaméni oder Camavinga in größere Transferpakete einzubauen, während man Enzo Fernández als möglichen Mittelfeldneuzugang ins Auge fasst. Die kürzliche einvernehmliche Vertragsauflösung mit Dani Ceballos unterstreicht Real Madrids Bereitschaft, sich von Spielern zu trennen, die nicht in Mourinhos nächste Planungen passen.
Camavinga selbst hat wiederholt betont, dass er kein Interesse an einem Wechsel hat – eine Haltung, die auch Sky Deutschlands Florian Plettenberg bestätigt, der sagte, der Mittelfeldspieler wolle beim Madrider Klub „so lange wie möglich“ bleiben. Diese Diskrepanz zwischen der Bewertung des Vereins und den Wünschen des Spielers wird die kommenden Wochen prägen.
Mit einem bis 2029 laufenden Vertrag und ohne öffentlich bekannte Ausstiegsklausel besitzt Madrid in jeder Verhandlung echte Verhandlungsmacht. Die genannten 60 Millionen Euro stellen laut Berichten daher eher eine Untergrenze als ein konkretes Angebot dar.
In den letzten 18 Monaten hat sich Camavingas Spielzeit deutlich verringert: Diese Saison kam er nach nur 76 Minuten in fünf Einwechslungen zum Einsatz, nachdem er im Vorjahr noch 35 Partien bestritten hatte. Die Formschwankungen führten sogar dazu, dass er für den französischen WM-Kader 2026 nicht berücksichtigt wurde, was seine Verhandlungsposition zusätzlich schwächt.
Laut Berichten verfolgen mehrere Klubs die Situation, darunter Manchester City, Manchester United, Liverpool, Chelsea und Juventus. Besonders City soll bereit sein, die geforderte Summe von 60 Millionen Euro zu bieten. Das Interesse unterstreicht Camavingas Alter – im November wird er 23 – und die Länge seines Vertrags, trotz Bedenken wegen Verletzungen und aktueller Form.
Für Real Madrid würde ein Verkauf zum oder über dem geforderten Preis erhebliche Mittel für Mittelfeldverstärkungen freisetzen, die zu Mourinhos Philosophie des sofortigen Erfolgs passen. Für Camavinga könnte ein Verbleib am Bernabéu jedoch bedeuten, dass ihm nur begrenzte Spielzeit bleibt, sofern er den Trainer nicht überzeugt – ein Wechsel hingegen böte ihm einen Neuanfang, trotz des hohen Preises.