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Österreichischer Frauenvolleyball nicht die Geige, endlich im Orchester

🇦🇹 Von 4AllFootball ·
Österreichischer Frauenvolleyball nicht die Geige, endlich im Orchester

In den hallenden Hallen der Messehalle in Brno sitzen die österreichischen Volleyballerinnen auf der Tribüne, fühlen sich noch nicht die Geige im Orchester, doch sie feierten den ersten Punkt der EM nach einem hart umkämpften EM‑Spiel gegen den Weltmeister Serbien.

Sentimentaler Start für Tamina Huber

Tamina Huber, eine 32‑jährige ehemalige Nationalteam‑Stern, beobachtete die Ballkinder während ihrer Proben von der Tribüne aus und erinnerte sich an die Jahre, die sie im österreichischen Nationalteam verbrachte, und den Traum, bei einem großen Spiel zu spielen. „Noch bevor der erste Ballwechsel der Volleyball‑Europameisterschaft begann, dachte ich: Ich würde gern selbst am Feld stehen“, sagte sie, ein Lokalaugenschein vom Rest Europas.

Vom Spieler zum ORF-Analysten

Huber hat an etwa 60 Länderspielen teilgenommen, bevor sie das Volleyballspielen beendete, und am Freitag erschien sie als ORF‑Expertin, ihr erster Fernseheinsatz, vermittelt von Carina Müller/ÖVV. „Ich bin noch immer eng mit dem Team verbunden“, erklärte Huber und fügte hinzu, dass sie jetzt Sport und Spanisch in Wien unterrichtet.

Erste Satzgewinne und harte Lektionen

„Die ersten Ziele sind erreicht. Einen Satz gegen Griechenland gewonnen, zwei gegen Bulgarien“, bemerkte Huber und hob den in Gruppe B erzielten Punkt hervor, nachdem eine 2‑0‑Führung zu einer 2‑3‑Niederlage gegen Bulgarien führte. Frühere Niederlagen von 0‑3 gegen Serbien, Tschechien und die Ukraine zeigten, wie stark der Rest Europas von den österreichischen Volleyballerinnen abweichen kann.

Das Team aus 14 jungen Athletinnen hat einen Sommerurlaub geopfert und verbrachte zehn Wochen im Mittelburgenland, wo der Verband ein Trainingszentrum errichtete. Im Trainingslager leben und arbeiten sie ohne Sozialleben und konzentrieren sich auf jedes Spiel, um die Lücke zu den stärkeren Ländern zu schließen.

Schaberls Sicht von der Seitenlinie

Stürmerin Kora Schaberl sagte der STANDARD: „Beim Turnier ist viel Aufregung und Nervosität dabei. Für viele von uns ist es das höchste Niveau, das wir je in unserer Karriere gespielt haben.“ Sie fügte hinzu, dass das Blocken der Stars der Konkurrenz zeigt, dass sie neben dem Europameister spielen können.

Veranstaltungsprobleme in Brno

Der ursprüngliche Plan war, im Westen von Brno eine neue Veranstaltungsarena zu eröffnen, doch Bauverzögerungen zwangen die Spiele in die Messehalle. Der Ball rollte auf einem Vinylboden, der den Ball weniger zum Aufheizen brachte, dennoch wirkte die Location für das Volleyballpublikum etwas beengt.

Blick über die EM hinaus

Huber sagte, die Chance, sich für die Olympischen Spiele in Los Angeles zu qualifizieren, würde erfordern, dass Österreich Europameister wird, ein Erfolg, den sie für die Generation ihrer Tochter wünscht. „Ich wünsche es mir sehr“, sagte sie, während sie ihren Babybauch streichelte, während Carina Müller erinnerte, dass das Team auf dieser einen EM‑Erfahrung weiter aufbauen muss.

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