Milei kritisiert Argentiniens Malvinas-Flagge, vergleicht Spieler mit Elvis
In einem vollen Stadion breitete die argentinische Nationalmannschaft eine riesige Malvinen-Flagge aus, als sie gegen England antrat, ein Moment, der im Publikum Jubel auslöste. Präsident Javier Milei nutzte die Szene jedoch, um eine scharfe Kritik zu starten und berief sich dabei auf Maradonas Tor von 1986 als Hintergrund seiner Äußerungen.
Wie zu erwarten war, gab Milei ein neues Interview, in dem er die Flagge der Malvinen, die die argentinische Nationalmannschaft gegenüber England zeigte, erneut aufgriff und feststellte, dass sie zu einem Nationalsymbol geworden sei – jedoch nicht für ihn, da er das Verhalten der Weltmeister‑ und Vizemeister‑Fußballer verurteilte.
In einer nicht ganz klaren Aktion verglich der Präsident die Haltung der Spieler mit der von Elvis Presley, seinem Lieblingssänger, und erinnerte sich daran, dass „Fue consultado por la guerra de Vietnam en una entrevista. Él le dijo que no opinaba de política, que es alguien que se dedica al entretenimiento.“ Der Verweis auf Elvis und Vietnam unterstrich Mileis Sichtweise, das Geschehen sei Unterhaltung und nicht Politik.
Milei fügte hinzu: „No está bueno mezclar agua con aceite, es un deporte, un juego,“ und hob Lionel Scaloni hervor, indem er sagte: „Estoy en la misma línea que manifestó Scaloni.“ Er stellte den Fußball als reinen Sport dar, getrennt von diplomatischer Diskussion.
Dann wandte er sich an die breitere politische Arena und erklärte: „Los jugadores lo pueden hacer, por las emociones del momento. Eso no le puede pasar a un político, porque puede haber declaraciones similares a declarar una guerra.“ Milei argumentierte, dass Politiker nicht nach flüchtigen Emotionen handeln können, wie es Spieler tun könnten.
Im Rückblick auf Diego Maradonas berühmtes Tor gegen England 1986 sagte Milei: „Hay que guardar la compostura. El gol de Maradona a los ingleses, cualquiera de los dos, no devolvieron las Malvinas.“ Er nutzte den historischen Moment, um Gelassenheit zu betonen und gleichzeitig das symbolische Gewicht des Erfolgs der 10er zu verharmlosen.
Abschließend behauptete Milei, seine Regierung habe die Rückeroberung der Inseln durch Diplomatie vorangetrieben und bemerkte: „Hicimos que la UN obligue a Inglaterra a que se siente a hablar, eso ya sucedió. Es tal la forma que hacemos el trabajo diplomático que Estados Unidos se manifestó a nuestro favor, China y parte de Inglaterra lo considera.“ Er bezeichnete die Feier der Spieler als unklug und wiederholte: „Las Malvinas son argentinas y las vamos a recuperar en el plano diplomático.“