Champions League
Marc Casado bleibt in Barcelona; türkische Klubs geben auf
Marc Casado hat ein Angebot eines türkischen Vereins abgelehnt und wiegt nun seine nächsten Schritte ab, nachdem der Mittelfeldspieler des FC Barcelona bestätigt hat, den katalanischen Verein in diesem Sommer verlassen zu wollen. Casados Entscheidung folgt auf Gespräche mit Cheftrainer Hansi Flick am Ende der Saison, da die Konkurrenz durch Marc Bernal, Frenkie de Jong, Pedri und Gavi seine Chancen auf Spielzeit in der kommenden Saison weiter verringert.
Der 22-jährige Eigengewächs hat unter Flick in zwei Spielzeiten 75 Partien für Barcelona bestritten und strebt nun nach regelmäßiger Spielpraxis, um seine Entwicklung voranzutreiben. Der FC Barcelona hat eine Ablösesumme von rund 20 Millionen Euro für Casado festgelegt und strebt eine Einigung vor dem 30. Juni an, um steuerliche Vorteile als Eigengewächs zu maximieren.
Casados Präferenz liegt weiterhin auf einem Wechsel innerhalb einer Top-Europaliga, doch er hat Al Hilal nicht ausgeschlossen, wobei auch sein Berater Jorge Mendes in mögliche Verhandlungen involviert ist. Die Zukunft des Mittelfeldspielers hat bereits Interesse mehrerer La-Liga-Klubs geweckt, darunter Atlético Madrid, Real Betis und Real Sociedad.
Atlético Madrid gelten als starke Option für Casado in Diego Simeones System, wobei Sportdirektor Mateu Alemany den Mittelfeldspieler reportedly bevorzugt. Real Betis haben ebenfalls Interesse bekundet, da sie sich unter Manuel Pellegrini auf die Champions-League-Kampagne vorbereiten, während Real Sociedad Kontakt zu Mendes aufgenommen hat, um Casados Verfügbarkeit zu prüfen.
Für Barcelona bietet der Verkauf eine finanzielle Chance, doch es gilt, ein sensibles Gleichgewicht zwischen Vereinsloyalität und pragmatischer Kaderplanung zu finden. Casados erste Seniorensaison unter Flick begann vielversprechend, er überzeugte frühzeitig Fans und sicherte sich so seinen Platz im Team.
Die Katalanen würden einen Wechsel innerhalb der La Liga begrüßen, da dies eine engmaschige Beobachtung seiner Entwicklung ermöglichen und gleichzeitig eine Rendite auf die Investition sichern würde. Allerdings könnte der geforderte Preis von 20 Millionen Euro für einige spanische Vereine eine Hürde darstellen und die Verhandlungen erschweren.
Casados Optionen bleiben vielfältig, wobei auch ein Wechsel zu Al Hilal möglich ist, falls die Konditionen passen. Seine Entscheidung spiegelt sowohl persönliche Ambitionen als auch die Realität eines überbesetzten Mittelfelds beim FC Barcelona wider, in dem Spielminuten immer knapper werden.