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Lucy Bronze unterstützt UEFA‑Boykott gegen FIFA: „Für das Spiel“

🇬🇧 Von 4AllFootball ·
Lucy Bronze unterstützt UEFA‑Boykott gegen FIFA: „Für das Spiel“

Lucy Bronze, Rechtsverteidigerin von Chelsea und England, hat öffentlich den von der UEFA angedrohten Boykott von FIFA‑Wettbewerben unterstützt und gewarnt, dass dieser Schritt die Zukunft des Spiels sichern könnte. Vor einem Freundschaftsspiel in Neuseeland sagte die Gewinnerin des FIFA The Best 2020 den Reportern, dass ein solcher Protest eine starke Botschaft senden und letztlich dem Fußball zugutekommen würde.

UEFA‑Standpunkt und FIFAs Rückzug

UEFA hat gewarnt, dass sie alle FIFA‑Turniere auf allen Ebenen boykottieren wird, sofern FIFA die Pläne für eine neue kommerzielle Tochtergesellschaft, FIFA Forward Enterprise (FFE), nicht aufgibt, die Teile der FIFA‑Wettbewerbe privaten Investoren öffnen würde. Gianni Infantino hat das Projekt inzwischen gestoppt, aber die UEFA hat den Boykott nicht vollständig ausgeschlossen. Wird er umgesetzt, würde der Protest den Frauenfußball direkt betreffen, mit der FIFA U‑20 Frauenweltmeisterschaft in Polen und der FIFA U‑17 Frauenweltmeisterschaft in Marokko, die für September bzw. Oktober geplant sind, gefolgt von der FIFA Frauenweltmeisterschaft 2027 in Brasilien.

Bronzes Aufruf zu prinzipiellem Handeln

Bronze, die mit England drei Weltmeisterschaften gewonnen und die Mannschaft in den Qualifikationsspielen als Kapitänin geführt hat, stellte den Boykott als prinzipielle Haltung für die Integrität des Sports dar. „Die Botschaft, die wir verteidigen, lautet ‚zum Wohle des Spiels‘“, sagte sie auf einer Pressekonferenz. „Spielerinnen und Spieler, die an diesen Wettbewerben teilnehmen, die europäischen Spielerinnen und Spieler, wir verteidigen unsere Überzeugungen und das, was für das Spiel richtig ist. Wenn das bedeutet, Wettbewerbe zu boykottieren, dann muss das geschehen.“

Folgen für europäische Schwergewichte

Der angedrohte Boykott würde europäische Nationen – darunter die amtierenden Weltmeister Spanien, Deutschland, Frankreich und Dänemark – daran hindern, an der Frauenweltmeisterschaft 2027 teilzunehmen, falls sie bereits qualifiziert wären. Bronze betonte, dass es bei diesem Schritt nicht um kurzfristige Gewinne gehe, sondern um die Sicherung der langfristigen Zukunft für jüngere Generationen. „Es geht um die Zukunft des Spiels, nicht nur um mich heute und morgen“, sagte sie. „Es geht um die Mädchen und Jungen, die nach uns kommen, damit sie in einer guten Position für die Zukunft des Sports in den kommenden Jahrzehnten sind.“

Englands Weg zu 2026

Bronze, 34, bleibt eine Schlüsselfigur für England, nachdem sie 2013 ihr Debüt in der Seniorenmannschaft gab und das Team in den jüngsten Qualifikationsspielen als Kapitänin führte. Man rechnet damit, dass sie in Sarina Wiegmans Kader für die Play‑offs zur FIFA Frauenweltmeisterschaft 2026 kommt, die zwischen Oktober und Dezember 2026 ausgetragen werden. Die Play‑offs umfassen 32 europäische Teams, darunter die Niederlande, Norwegen, Portugal, Schottland, die Schweiz, Schweden und Italien.

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