WM
Belgier ohne Tor gegen Iran
Belgiums WM-Kampagne erlitt einen weiteren Rückschlag, als sie im zweiten Gruppenspiel gegen den Iran ein 0:0 erreichten. Das Ergebnis lässt die Roten Teufel mit nur einem Punkt aus zwei Spielen zurück.
Thibaut Courtois lieferte erneut eine überzeugende Leistung und wurde für mehrere Paraden gelobt, die Belgien im Spiel hielten. Der Torhüter, Spitzname „El Muro“, zeigte entscheidende Interventionen ähnlich wie in der Partie gegen Ägypten.
Thomas Meuniers Auftritt zog Kritik auf sich, nachdem ein verzögerter Einwurf in der 66. Minute dem Iran den Ballbesitz bescherte. Seine defensiven Unsicherheiten und die rote Karte für Axel Ngoy verschlimmerten Belgiens Probleme. Meuniers Fehler sorgten sichtbar für Frust bei seinen Mitspielern.
Brandon Mechele stach als Belgiens zuverlässigster Verteidiger hervor und machte im gesamten Spiel keinen Fehler. Er wurde gegenüber Timothy Castagne bevorzugt und spielte eine Schlüsselrolle, indem er Irans Angriffe einschränkte und den iranischen Torhüter Alireza Beiranvand zu vier Paraden zwang.
Romelu Lukaku setzte seine schwache Phase fort und absolvierte 73 Minuten unter seinen Möglichkeiten. Analyst Marc Degryse schlug zur Halbzeit vor, Lukaku auszuwechseln, und hob dessen schlechte Ballkontrolle und fehlende Wirkung hervor. Sein Ersatz, Loïs Openda, hatte nur begrenzte Chancen, zeigte aber Gelassenheit.
Kevin De Bruynes Leistung war von Inkonsequenz geprägt, mit zu vielen ungenauen Pässen, die Belgiens Rhythmus störten. Auf der linken Seite ohne Jeremy Doku gelangen ihm zwar einige schnelle Dribblings, doch eine entscheidende Vorlage blieb aus.
Jeremy Dokus Abwesenheit zwang Johan Bakayoko auf den rechten Flügel. Bakayoko startete energiegeladen, ließ aber nach und schuf kaum nennenswerte Momente, ohne gefährliche Abschlusschancen zu kreieren.
Johan Bakayokos Einwechselung für ihn kämpfte damit, Einfluss zu nehmen. Er wurde als improvisierter Stürmer nach Lukakus Platzverweis eingesetzt – eine Rolle, für die er ungewohnt ist.
Johan Bakayoko kam nur auf 30 Spielminuten und hatte wenig Wirkung im Mittelfeld. Seine Positionierung und Pässe fehlten an Präzision, um die iranische Abwehr zu knacken.
Matias Fernandez-Pardo kam zu spät ins Spiel, um noch eine spürbare Wirkung zu entfalten, und sein kurzer Einsatz blieb im 0:0 ohne Bedeutung.
Belgien steht nun vor einer Bergauf-Aufgabe, um aus der Gruppe weiterzukommen, nachdem sie nach zwei Spielen ohne Sieg dastehen. Ihr nächstes Spiel gegen Kanada rückt näher.