WM
FIFA-Überprüfung schwebt über Argentinien nach Malvinas-Banner bei der WM
Argentinien könnte von der FIFA Sanktionen erhalten, nachdem die Nationalmannschaft ein Malvinas‑Banner auf dem Spielfeld zeigte, nachdem sie im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026 ein dramatisches 2‑1 Comeback gegen England erzielt hatte – eine politische Botschaft, die gegen die Vorschriften des Dachverbands verstößt und disziplinarische Maßnahmen nach sich ziehen könnte.
Nach dem Schlusspfiff feierte die argentinische Nationalmannschaft ausgelassen. Die Spieler nahmen dann ein Banner aus den Zuschauerrängen und breiteten es auf dem Platz aus mit dem Satz „The Malvinas are Argentine.“
Der FIFA‑Disziplinarcode, Artikel 17 Absatz 2, macht Verbände für politische, ideologische, religiöse oder anstößige Botschaften, die im Fußball gezeigt werden, verantwortlich. Die Regelung verbietet ausdrücklich die Verwendung politischer Statements wie dem Malvinas‑Banner auf dem Spielfeld.
Mögliche Sanktionen für die Argentine Football Association umfassen eine formelle Verwarnung, eine Geldstrafe, die Rückzahlung von Preisgeldern oder, in extremen Fällen, den Entzug eines Titels. Diese Maßnahmen sollen die Einhaltung des Codes sicherstellen.
Für ein Erstvergehen, das ein politisches Banner betrifft, liegt die Geldstrafe zwischen R$ 31.000 für geringfügige Fälle und R$ 62.000 für schwerwiegende Fälle. Wird das Vergehen wiederholt, verdoppelt sich der Betrag, wobei er bei jedem weiteren Verstoß um 100 % steigt.
Vor dem Anpfiff übertönten argentinische Unterstützer die englische Hymne mit Gesängen, die die Zeile „If you don’t jump, you’re English“ enthielten. Die FIFA sieht zudem Geldstrafen von R$ 31.000 bis R$ 47.000 für erstmalige Störungen der Nationalhymne vor.
Der Malvinas‑Streit reicht zurück bis zum Krieg von 1982, in dem Argentinien gegen das Vereinigte Königreich um die Inseln kämpfte, die von den Briten als Falklandinseln bezeichnet werden. Geografisch liegt das Archipel 550 km vor der argentinischen Küste und 12.800 km von Großbritannien entfernt, was die langjährige Rivalität unterstreicht, die sich erneut auf der Fußballbühne zeigt.
Die Vereinten Nationen haben das Souveränitätsproblem lange als ungelöste diplomatische Angelegenheit beschrieben und zu einer friedlichen Lösung aufgerufen. Ein Referendum 2013 auf den Inseln ergab, dass 99,8 % der Wähler dafür stimmten, ein britisches Überseegebiet zu bleiben – ein Ergebnis, das Argentinien als illegitim bestreitet.
Sollte die FIFA Sanktionen verhängen, könnte die AFA den genannten Geldstrafen und möglicherweise dem Verlust von Preisgeldern ausgesetzt sein, wodurch die Kontroverse über das Spielfeld hinaus ausgedehnt würde.