Champions League
FA verbietet Betonbarrieren nach dem Tod des jungen Stürmers
Der englische FA hat eine wegweisende Stadion‑Sicherheitsregel eingeführt, die massive Ziegel‑, Porenbeton‑ und Betonbarrieren von Spielfeldern im gesamten National League System verbietet, ein Schritt, der durch den Tod des ehemaligen Arsenal‑Jugendstürmers Billy Vigar ausgelöst wurde. Die Regelung gilt ab der Saison 2026/27 für fast 900 Vereine.
Die neue Regel folgt einem tödlichen Vorfall, bei dem Vigar, ein 21‑jähriger Stürmer von Chichester City und ehemaliger Spieler der Arsenal‑Akademie, im September 2025 bei einem Spiel in Wingate and Finchley mit einer Betonwand kollidierte und dabei eine tödliche Gehirnverletzung erlitt. Der FA hat erklärt, dass alle bestehenden Betonbarrieren entfernt oder mit geeigneten Schutzmaterialien bedeckt werden müssen.
Die aktualisierten Kriterien für den Spielfeldrand gelten für Vereine, die im Herrenfußball die Stufen eins bis sechs sowie die Dritt- und Viertligastufen der Women’s National League bespielen. Die finanzielle Unterstützung für die erforderlichen Änderungen wird gemeinsam von FA und Premier League über den Premier League Stadium Fund bereitgestellt.
Der FA hat bereits festgestellt, dass etwa 160 der 900 betroffenen Vereine mindestens ein Element ihres Geländes haben, das modifiziert werden muss. Die Vereine dürfen weiterhin Spiele auf diesen Plätzen austragen, solange die Änderungen vorgenommen werden, vorausgesetzt, es werden fortlaufende Sicherheitsbewertungen durchgeführt.
Die Spielergewerkschaft, die PFA, hatte bereits lange für eine umfassende Überprüfung der Sicherheit am Spielfeldrand gekämpft, bevor Vigar starb. Im Jahr 2022 erlitt Alex Fletcher von Bath City eine ähnliche Verletzung und fiel nach einem Vorfall mit harten Barrieren auf einem Nicht‑Ligaplatz ins Koma.
Ein Sprecher der PFA sagte: „Nach dem tragischen Tod von Billy Vigar im letzten Jahr haben wir diese Bedenken erneut hervorgehoben und deutlich gemacht, dass das Fehlen von Fortschritt und Führung in dieser Frage inakzeptabel war. Im Rahmen von Arbeitsgruppen, die vom FA eingerichtet wurden, haben wir gefordert, dass die Kriterien für die Stadionakkreditierung geändert werden, um diese Art von Wänden zu verbieten.“
Der FA betonte, dass der Fortschritt beim Entfernen der Barrieren genau überwacht werden muss und dass die Vereine die notwendige Unterstützung erhalten, um die Änderungen umzusetzen. Der Dachverband hat einen klaren Zeitplan und ein Ressourcen‑Framework festgelegt, um sicherzustellen, dass die Sicherheit der Spieler oberste Priorität bleibt.