WM
Enzo Fernández wird zum sechsten im WM-Finale vom Platz gestellten Spieler
Enzo Fernández, der argentinische Mittelfeldspieler, erhielt am Sonntag im WM‑Finale gegen Spanien die zweite Gelbe Karte und wurde vom Platz gestellt, womit er der sechste Spieler überhaupt wurde, der in einem solchen Spiel eine Rote Karte sah. Der Vorfall ereignete sich spät in der zweiten Halbzeit und wurde heute gemeldet.
Der Schiedsrichter zeigte die zweite Gelbe, nachdem Fernández bereits zehn Minuten zuvor wegen einer gedankenlosen Geste verwarnt worden war, was seine Teilnahme am Finale beendete. Die Platzverweisung erfolgte nach einer zweiten Gelben für ein Zweikampf gegen Spanien.
In der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit stürmte Fernández auf den Innenverteidiger Pau Cubarsí zu, der schwer zu Boden fiel. Der Schiedsrichter richtete sofort seine Aufmerksamkeit auf Fernández und wertete das Zusammentreffen als zweite verwarnungswürdige Aktion.
Die frühere Verwarnung und die spätere zweite Gelbe bedeuteten, dass Fernández das Spielfeld verließ, während noch zehn Minuten reguläre Spielzeit zu spielen waren. Sein Ausscheiden fügte ihn einer kurzen Liste von Spielern hinzu, die in einem WM‑Finale vom Platz gestellt wurden.
Er folgt zwei Landsleuten, Pedro Monzón und Gustavo Dezotti, die beide im Finale 1990 gegen Westdeutschland vom Platz gestellt wurden. Diese früheren Platzverweisungen machten sie zu den ersten argentinischen Spielern, die in einem WM‑Finale eine Rote Karte sahen.
Auch nachfolgende Finals brachten Rote Karten hervor: Marcel Desailly gegen Brasilien 1998, Zinédine Zidane gegen Italien 2006 und John Heitinga gegen Spanien 2010. Fernández reiht sich nun in diese exklusive Gruppe von sechs ein.
Alle Entwicklungen aus dem Spanien‑Argentinien‑Finale werden live auf VI verfolgt.