Champions League FRAUEN
Austria‑Coach Stefan Kenesei misst Champions‑League‑Triumph mit Alltag
Nach dem historischen Einzug in die Women’s Champions League spricht Austria‑Coach Stefan Kenesei über den glanzvollen Abend der Gala von Modesta Uka und darüber, was ihn am Morgen danach im Radio überraschte. Er betont, dass trotz des doppelten Erfolgs – Meisterschaft und Pokal – die Aufmerksamkeit für den Frauenfußball noch zu gering sei.
Doppelter Triumph und Champions‑League‑Einzug
Nach dem Double gelang Stefan Kenesei mit der Austria der Sprung in die Women’s Champions League und markierte damit einen historischen Einzug, der das Team in die Ligaphase der Champions League katapultierte.
Beim zweiten Mal am Dienstag drehte die Violetten mit einem 4:0 gegen den norwegischen Meister SK Brann das 1:2 aus dem Hinspiel und sicherte sich damit den Platz in der 18‑Mann‑Gruppenphase.
APA/Tobias STEINMAURER betont, dass Austria Wien Geschichte geschrieben habe, indem sie erstmals in die Champions‑League‑Ligaphase eingezogen sei.
Das Startgeld beträgt 505 000 Euro; am Freitag um 12 Uhr werden in Nyon die sechs Gegner ausgelost, und die Spiele finden vom 22./23. September bis Mitte Dezember statt. Die Teams, die Austria erwarten, umfassen Titelverteidiger Barcelona, Arsenal, Bayern München, Manchester City, Paris FC, Olympique Lyonnes, Roma, Benfica und Europa‑Cup‑Sieger Häcken.
Alltag des Trainers und Ausblick
Kenesei betont: „Es gibt Schlimmeres als die letzten Monate.“ Er beschreibt das Jahr 2026 als unglaublich für den Verein, weil Austria wieder Titel und Erfolge holen konnte.
Der Coach arbeitet 40 Stunden bei der Pensionsversicherungsanstalt. Am Morgen fuhr er um sechs zur Arbeit, hörte auf Ö3 die Sportnachrichten und vernahm nur, dass LASK ein Nachtragsspiel gewonnen hatte. Auch kritisiert er, dass ein Einzug in die Champions‑League‑Ligaphase kaum Beachtung finde.
Kenesei mahnt zur Demut: Es sei die erste Teilnahme, und jeder Punkt sei „cool“ und ein großer Schritt, um sich teuer zu verkaufen und Leistungen zu zeigen.
Er erklärt, dass das Team nach sechs Spielen besser einschätzen könne, dass es vor einem Jahr fast gegen Paris FC stand, aber jetzt internationale Erfahrung habe und nicht jedes Spiel 0:6 verlieren wolle.
Wie der Kontrast zwischen dem historischen Triumph und dem Alltag zeigt, das Team muss weiterhin für mehr Sichtbarkeit im Frauenfußball kämpfen, während die Gruppe am September startet.