WM
Das 8,5‑Millionen‑Dollar‑Angebot von Adidas übertrifft Nike für Nigeria
Der Fußballverband Nigerias hat eine Ausrüstungsvereinbarung über 8,5 Millionen Dollar pro Jahr mit Adidas unterzeichnet und beendet damit eine 11‑jährige Partnerschaft mit Nike, sagten Beamte am Donnerstag in Abuja. Der Deal, der vom ehemaligen NFF‑Präsidenten Ibrahim Gusau vorgestellt wurde, sieht vor, dass Adidas 4,5 Millionen Dollar in bar zahlt und jährlich Ausrüstung im Wert von 4 Millionen Dollar liefert.
Finanzielle Bedingungen übertreffen Nike
Über das garantierte Geld hinaus wird die NFF eine 20 prozentige Lizenzgebühr auf den Verkauf von Merchandise erhalten, eine Klausel, die den Wert des Vertrags weit über die Basis von 8,5 Millionen Dollar heben könnte. Gusau hob das umfangreiche Einzelhandelsnetzwerk von Adidas hervor – etwa 13 Geschäfte in Nigeria im Vergleich zu Nikes einzigem Laden in Lagos – als entscheidenden Faktor für den Wechsel. Der Verband sagt, der Deal sei der größte im afrikanischen Fußball. Die Partnerschaft verschafft Adidas zudem eine Vorzeigepräsenz in ganz Afrika.
Der neue Deal lässt den auslaufenden Nike‑Vertrag verblassen, den Gusau zufolge seit 2015 bei 500.000 Dollar in bar und 1 Million Dollar an Ausrüstung lag, ein Betrag, den er als ‚nichts‘ bezeichnete. Im Gegensatz dazu wird Marokkos Puma‑Vereinbarung – die öffentlich bekannt größte auf dem Kontinent – mit 1,7 Millionen Dollar bewertet.
Gusau argumentierte, dass das zusätzliche Einkommen die NFF befähigen wird, hochkarätige Trainer für sowohl die Super Eagles als auch die Super Falcons zu verpflichten, ein Hindernis, das zuvor durch finanzielle Mittel begrenzt war. Er sagte, der Geldfluss werde das „Nachjagen eines hochkarätigen Trainers“, das den Verband jahrelang geplagt habe, beenden.
Gusau bemerkte, dass der Nike‑Deal den Verband gezwungen habe, zusätzliche Ausrüstungen zu kaufen, unter anderem für die U‑20‑Frauenmannschaft, die für die Weltmeisterschaft nach Polen reiste, weil die Lieferung von 1 Million Dollar die Qualifikationsspiele der Super Eagles und die Bedürfnisse der Super Falcons nicht decken konnte. Der Fehlbetrag zwang die NFF, einen Teil ihres knappen Budgets für den Kauf der fehlenden Ausrüstungen zu verwenden, wodurch die Ressourcen weiter belastet wurden.
Historische Verbindungen zu Adidas
Nigerias Rückkehr zu Adidas belebt zudem eine langjährige Beziehung wieder; das deutsche Unternehmen lieferte die Ausrüstung für den Triumph beim Afrika‑Cup 1994 und den ersten WM‑Auftritt der Nation, bevor Nike 1995 die Verantwortung übernahm. Adidas kehrte später 2004 zurück und blieb bis 2014, wobei es den Sieg der Super Eagles beim Afrika‑Cup 2013 abdeckte.
Für Adidas sichert die Partnerschaft eine hochsichtbare Plattform in ganz Afrika, indem sie das 13‑Filialnetz und das globale Profil der Nationalmannschaften nutzt. Für die NFF verspricht das Upgrade finanzielle Stabilität und die Mittel, ihre Seniorenmannschaften auf der kontinentalen Bühne zu stärken.
Gusau sagte außerdem, dass Adidas plant, seine Einzelhandelspräsenz in Nigeria auszubauen, ein Schritt, der die Einnahmen des Verbands aus der 20‑prozentigen Merchandise‑Lizenzgebühr steigern und die finanzielle Kluft zu Nike weiter vergrößern könnte.